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Filmreifer Raub im KaDeWe: Prozess gegen drei Männer

Prozesse Filmreifer Raub im KaDeWe: Prozess gegen drei Männer

Der spektakuläre Raub mitten im Weihnachtstrubel dauert 79 Sekunden: Maskierte zerschlagen im Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe Schmuckvitrinen. Elf Monate später beginnt nun der Prozess.

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Nach dem Überfall: Polizisten stehen vor dem Kaufhaus KaDeWe am Kudamm.

Quelle: Paul Zinken/Archiv

Berlin. Elf Monate nach dem spektakulären Raubüberfall auf das Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe) kommt es zum ersten Prozess. Drei mutmaßliche Täter müssen sich ab Mittwoch vor dem Berliner Landgericht verantworten.

Zwei 26- und 28-Jährige sollen am vierten Adventssamstag 2014 Vitrinen zertrümmert und mit weiteren Komplizen Uhren sowie Schmuck im Wert von rund 817 000 Euro erbeutet haben. Einem 27-Jährigen wird Beihilfe vorgeworfen. Er soll das Fluchtauto zur Verfügung gestellt haben. Die Richter planen zunächst 25 Verhandlungstage.

Es war ein filmreifer Coup: Fünf Vermummte stürmten am Vormittag des 20. Dezember in das Kaufhaus in der Nähe des Kurfürstendamms. Auf Überwachungskameras ist zu sehen, dass sie über einen Seiteneingang in Deutschlands wohl berühmtestes Kaufhaus gelangten. Die Räuber sprühten mit Reizgas. Mehrere Menschen wurden verletzt. Mit Hämmern, Macheten und Äxten hätten die Gangster dann Vitrinen zertrümmert, so Ermittler. Nach 79 Sekunden seien sie mit der Beute davongefahren.

Die erste Festnahme gab es im März. Über das Fluchtfahrzeug seien die Fahnder auf die Spur des 27-Jährigen gekommen, hieß es damals. Der Mann habe "umfangreiche Aussagen gemacht", sagte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft.

Knapp zwei Wochen später wurde dann der 26-Jährige verhaftet. Der 28-Jährige wurde im April in Griechenland gefasst. Er soll versucht haben, sich mit falschen Papieren abzusetzen. Alle drei Angeklagten sind laut Gericht mehrfach vorbestraft.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass an dem Überfall drei weitere mutmaßliche Komplizen beteiligt waren - die Namen seien inzwischen bekannt, hieß es. Von der Beute aber fehlt weiterhin jede Spur. Vermutet wird, dass Uhren und Schmuck schnell über Mittelsmänner verkauft wurden.

dpa

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