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Filmemacherin Doris Dörrie: „Die Folgen von Fukushima interessieren in Japan kaum jemanden“

Dreh im Sperrgebiet Filmemacherin Doris Dörrie: „Die Folgen von Fukushima interessieren in Japan kaum jemanden“

Die Filmemacherin Doris Dörrie hatte große Angst bei dem Dreh ihres neuen Spielfilms im ehemaligen Sperrgebiet von Fukushima. „Staub und Dreck wirbelten wochenlang durch die Luft. Wir hatten Angst. Mit Dosimetern haben wir immer wieder die Strahlenbelastung gemessen“, sagte Dörrie.

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Filmemacherin Doris Dörrie

Quelle: dpa

Die Filmemacherin Doris Dörrie hatte große Angst bei dem Dreh ihres neuen Spielfilms im ehemaligen Sperrgebiet von Fukushima. „Staub und Dreck wirbelten wochenlang durch die Luft. Wir hatten Angst. Mit Dosimetern haben wir immer wieder die Strahlenbelastung gemessen“, sagte Dörrie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der Besuch in den immer noch bestehenden Notunterkünften fünf Jahre nach dem Reaktorunglück habe ihr das Herz gebrochen. „Heute will die Regierung, dass die Bewohner zurück in ihre Häuser ziehen, um die finanzielle Unterstützung einzusparen. Aber da ist keine Infrastruktur, nichts, und der Boden ist weiterhin radioaktiv belastet. Was sollen die alten Leute dort?“

In Japan interessiert sich nach Dörries Worten kaum noch jemand für die Folgen von Fukushima. Allerdings: „Im privaten Gespräch bekennen sich viele zu ihrer Wut, Frustration, auch Angst. Aber öffentlich hat sich nichts geändert. Auch die idiotischen Angewohnheiten sind geblieben: Im Winter werden die Zimmer auf 26 Grad aufgeheizt und im Sommer auf 17 Grad runtergekühlt. Und Klobrillen werden nach wie vor beheizt“, sagte Dörrie.

Das Interview mit Doris Dörrie erscheint am Sonnabend. Zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gehören mehr als 30 Tageszeitungen mit einer Reichweite von 3,4 Millionen Lesern am Tag - unter anderem die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die Leipziger Volkszeitung, die Dresdner Neuesten Nachrichten, die Märkische Allgemeine Zeitung, die Kieler Nachrichten, das Göttinger Tageblatt, die Lübecker  Nachrichten, die Neue Presse und die Ostsee Zeitung.

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