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Feuerwehren zählen mehr Fehlalarme

Brände Feuerwehren zählen mehr Fehlalarme

Der Toast brennt an oder jemand raucht im Wohnzimmer: Es gibt viele Gründe, warum der Rauchmelder lospiepen kann. Seit die Geräte vielerorts in Wohnungen Pflicht sind, gibt es auch mehr Fehlalarme. Die Feuerwehr hält Rauchmelder trotzdem für sehr sinnvoll.

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In vielen Bundesländern müssen Wohnungen inzwischen per Gesetz mit Rauchmeldern ausgestattet sein, in anderen gilt eine Übergangsfrist.

Quelle: Martin Gerten/Symbolbild

Berlin. Viele Feuerwehren in Deutschland rücken häufiger wegen Fehlalarmen aus als früher. Oft liegt das daran, dass Rauchmelder fälschlicherweise Alarm schlagen - beispielsweise wegen Zigarettenrauchs oder technischer Probleme.

In vielen Bundesländern müssen Wohnungen inzwischen per Gesetz mit Rauchmeldern ausgestattet sein, in anderen gilt eine Übergangsfrist. Die Feuerwehren halten das für sinnvoll.

In Bayern steigt die Zahl der Fehlalarme seit Jahren. Noch vor einem Jahrzehnt zählten die Feuerwehren im Freistaat 17 600 Fehlalarme, seitdem werden die Rettungskräfte immer öfter falsch benachrichtigt - 2015 waren es 23 000 Meldungen. Drei Viertel davon sind laut Innenministerium auf Brandmeldeanlagen und Rauchmelder zurückzuführen. Bereits seit Januar 2013 ist es in Bayern Pflicht, neue Wohnungen mit Rauchmeldern auszustatten. Bis Ende 2017 muss das auch in allen bestehenden geschehen sein.

Frustrierend würden Fehlalarme erst, wenn immer wieder am selben Ort Irrtümer aufträten, sagte Jürgen Weiß vom Landesfeuerwehrverband. Größere Brandmeldeanlagen sollten daher regelmäßig gewartet werden. Laut Deutschem Feuerwehrverband wäre es zudem gut, wenn mehr Menschen den Unterschied zwischen einem Alarmton und einem Batteriewarnton kennen würden. Die Töne könne sich jeder auf der Internetseite www.rauchmelder-lebensretter.de anhören. Klar sei aber auch: "Im Zweifel lieber die Feuerwehr rufen", sagte eine Sprecherin.

Auch in Niedersachsen, Hessen und Baden-Württemberg musste die Feuerwehr häufiger ohne wirkliche Gefahrensituation ausrücken. "Wir werden deutlich häufiger gerufen und am Ende stellt sich heraus, dass es gar kein Brand ist", sagte der Präsident des Baden-württembergischen Feuerwehrverbands, Frank Knödler. Die Rauchmelderpflicht sei aber sehr sinnvoll: Vor allem nachts könne sie Leben retten. "Nachts fliegen die Menschen praktisch aus dem Bett, wenn das Piepen losgeht." Gebe es tatsächlich einen Brand, werde er mit Rauchmelder mit hundertprozentiger Sicherheit früher erkannt. Um Menschen zu schützen, rücke die Feuerwehr gern aus - auch mal "umsonst".

Im bevölkerungsreichsten Land Nordrhein-Westfalen verzeichneten die Feuerwehren im vergangenen Jahr zwar ebenfalls mehr Fehlalarme - mit 38 878 waren es 2000 mehr als im Vorjahr. Die gestiegene Zahl ist aber hier nicht auf Rauchmelder zurückzuführen. Denn diese lösten im selben Zeitraum nur vier Fehlalarme mehr aus. Gleichzeitig starben weniger Menschen bei Bränden: von 69 im Jahr 2014 auf 48 im Jahr 2015. "Wir führen den Rückgang der Toten auch darauf zurück, dass es vermehrt Brandmelder gibt", sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Wo die Rauchmelderpflicht noch nicht vollständig oder erst seit kurzem gilt, ist meist auch die Zahl der Fehlalarme nicht oder kaum gestiegen. So gab es in Thüringen vor einigen Jahren sogar noch deutlich mehr fälschliche Alarmierungen. In Brandenburg gilt die Rauchmelderpflicht in Wohnungen seit Juli. "Von daher gibt es hier keine verlässliche Zahlen zu Fehlalarmen durch die Rauchmelderpflicht", sagte Brandenburgs Landesbranddirektor Heinz Rudolph. Natürlich komme es immer wieder zu Fehlalarmen, wenn jemand die berühmte Scheibe Toast im Toaster vergessen habe. "Dass deswegen die Feuerwehr in Brandenburg ein erhöhtes Einsatzaufkommen hat, ist mir nicht bekannt."

dpa

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