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Bundesweit größter Drogen-Webshop zerschlagen

Kriminalität Bundesweit größter Drogen-Webshop zerschlagen

Der Trend geht zum Einkauf im Internet - auch beim Rauschgift. Bei einer Razzia findet einer dieser speziellen Webshops sein Ende. Die Beamten beschlagnahmen gewaltige Drogenmengen.

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Ein Mann setzt sich eine Heroinspritze in den Arm.

Quelle: Frank Leonhardt/Illustration

Rülzheim/Stuttgart. Fahnder haben nach eigenen Angaben Deutschlands größten illegalen Internetshop für Drogen zerschlagen. Bei einem Zugriff am 14. April in Rülzheim (Rheinland-Pfalz) sowie in Stuttgart und Weissach (Baden-Württemberg) nahmen sie fünf Männer fest.

Im Keller eines der Festgenommenen in Rülzheim stellten die Beamten 54 Kilogramm Amphetamine, vier Kilogramm Heroin, 1,3 Kilogramm Kokain und 25 000 Ecstasy-Tabletten sicher.

Die mutmaßliche Bande namens "Chemical-Love" soll das Rauschgift seit Mai 2015 sowohl im offenen Internet als auch im sogenannten Darknet angeboten haben. "Das war wie bei einem normalen Online-Shop", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Drogen wurden demnach mit einzelnen Bildchen angeboten und konnten per Mausklick bestellt werden. Mehr als 1500 Verkäufe seien per Postversand für insgesamt mindestens 1,3 Millionen Euro abgewickelt worden. Pro Tag gingen den Angaben zufolge bis zu 50 Postsendungen raus. Als Bezahlung sei ausschließlich die Cyber-Währung Bitcoin akzeptiert worden.

Das verdächtige Quintett im Alter von 21 bis 60 Jahren kam wegen Verdunklungs- und Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Daneben gibt es vier weitere Beschuldigte - je zwei Männer und Frauen. In den Niederlanden und in Bulgarien beschlagnahmte die Polizei mehrere Server.

Auf die Spur von "Chemical-Love" waren die Ermittler im Zuge einer internationalen Initiative zur Bekämpfung illegaler Handelsplätze im Internet gestoßen. Zunächst nahmen spezielle Fahnder der Polizei in Hannover und Beamte der Zentralstelle für Internetkriminalität der Staatsanwaltschaft Verden den Online-Shop unter die Lupe, weil die mutmaßlichen Tatorte anfangs noch unklar waren. Mittlerweile ist die Landeszentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz in Zusammenarbeit mit der Polizei Hannover zuständig.

dpa

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