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Bundesweit Supermärkte überfallen: Angeklagter schweigt

Prozesse Bundesweit Supermärkte überfallen: Angeklagter schweigt

Über ein Jahr lang verbreitete ein Supermarkträuber bundesweit Schrecken. Jetzt muss sich ein 42-Jähriger wegen 24 Überfällen in Hannover vor Gericht verantworten. Was trieb den Täter zu der Raubserie?

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Der Angeklagte Marek K. betritt das Landgericht in Hannover.

Quelle: Holger Hollemann

Hannover. Im Prozess um eine bundesweite Überfallserie auf Supermärkte mit einem Toten und mehreren Verletzten hat der Angeklagte vor Gericht geschwiegen.

Der 42-Jährige ist wegen Raubmordes angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm eine Serie von 24 Überfällen vor. Für ihn komme nach einer Haftstrafe eine Sicherungsverwahrung in Betracht, da er für die Allgemeinheit gefährlich sei, sagte der Staatsanwalt bei Verlesung der umfangreichen Anklage vor dem Landgericht Hannover.

Dem Mann werden Überfälle in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt zur Last gelegt. Am 4. Dezember 2014 soll er in Hannover einen 21-jährigen Kunden mit zwei Schüssen in die Schläfe und den Oberkörper getötet haben. Ein weiterer zufällig hereinkommender 29 Jahre alter Kunde wurde durch einen Schuss in den Oberschenkel schwer verletzt.

Auch bei anderen Überfällen soll der Supermarkträuber äußerst brutal vorgegangen sein. Einer Kassiererin schoss er laut Anklage in den Fuß. An acht Tatorten gab der Räuber demnach Schüsse ab, wenn er nicht gleich den Inhalt der Kasse bekam.

Die Ermittlungsgruppe "Discounter" hatte deutschlandweit nach dem korpulenten Mann mit Schiebermütze gefahndet. Auf die Spur kamen die Ermittler ihm über sein Handy, das er stets eingeschaltet bei den Überfällen dabei hatte. Anhand von DNA-Spuren konnten dem Angeklagten Überfälle unter anderem in Nordrhein-Westfalen und Bayern zugeordnet werden.

Als das Handy sich Ende Juni bei der Einreise des Mannes aus Polen ins deutsche Netz einloggte, nahmen die Fahnder ihn bei Dresden fest. Sie gehen davon aus, dass er jeweils für die Taten nach Deutschland reiste.

dpa

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