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106 Menschen sterben bei Feuerwerks-Unfall an Hindu-Tempel

Brände 106 Menschen sterben bei Feuerwerks-Unfall an Hindu-Tempel

Im südindischen Kerala nehmen die Feierlichkeiten zum Neujahrsfest Vishu ein jähes Ende, als ein Schuppen voller Feuerwerkskörper explodiert. Die Katastrophe wäre vermeidbar gewesen.

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Ein Tempel wurde ebenfalls schwer beschädigt.

Quelle: str

Neu Delhi. Die unkontrollierte Explosion von Feuerwerk an einem Hindu-Tempel hat mindestens 106 Menschen in Indien das Leben gekostet.

Das Unglück geschah während des hinduistischen Neujahrsfestes Vishu im Bundesstaat Kerala. Neben dem Puttingal-Tempel explodierte ein Schuppen mit Feuerwerkskörpern. Bei der Explosion und einer anschließenden Panik wurden nach Angaben der Polizei auch mehr als 300 Menschen verletzt. Fast 10 000 Menschen waren zum Zeitpunkt der Explosion bei der Vishu-Feier.

Die Explosion des Feuerwerks löste nicht nur ein Feuer aus, sondern brachte auch ein angrenzendes Verwaltungsgebäude aus Beton zum Einsturz, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Als das Betongebäude einstürzte, habe der Boden gebebt, sagte der Augenzeuge Lallu S. Pilla der Nachrichtenagentur IANS. "Es herrschte absolutes Chaos, und Betonstücke lagen überall verstreut, manche sogar in 500 Metern Entfernung am Taxistand."

Die Opfer starben beim Einsturz des Gebäudes und dem anschließenden Feuer, wie die Polizei mitteilte. Zudem sei bei dem Unfall eine Massenpanik entstanden, bei der weitere Menschen ums Leben kamen. Zahlreiche der Opfer starben, nachdem sie bereits in eines der umliegenden Krankenhäuser eingeliefert worden waren.

Am Nachmittag besuchte der indische Premierminister Narendra Modi die Unfallstelle und einige Überlebende im Krankenhaus. Die indische Regierung werde der Staatsregierung in Kerala alle mögliche Hilfe zur Verfügung stellen, ließ er anschließend mitteilen.

Auch aus Europa kamen Beileidsbekundungen. Regierungssprecher Steffen Seibert schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: Kanzlerin Merkel trauere mit den Menschen in Indien um die Toten des Unglücks im Tempel von Paravur und hoffe auf Genesung der Verletzten. Auch Papst Franziskus drückte sein tiefes Beileid für die Opfer aus und ließ mitteilen, er bete für alle Betroffenen.

Es war 3.30 Uhr morgens, als das Feuer ausbrach. Laut Medienangaben waren zu diesem Zeitpunkt immer noch mindestens 8000 Menschen an dem Tempel versammelt, um das Neujahrsspektakel zu verfolgen.

Indischen Medienberichten zufolge habe an dem Tempel ein Wettbewerb zwischen zwei verschiedenen Feuerwerk-Veranstaltern stattgefunden. Derlei Wettbewerbe sind gerade in Südindien üblich. Legal sind sie in der Regel nicht. Allerdings sind Ausnahme-Genehmigungen für Tempel zu bestimmten Festen üblich.

In diesem Fall habe eine solche Genehmigung nicht vorgelegen, sagte A. Shainamol, eine hochrangige Beamtin des Distrikts Kollam, vor Fernsehkameras. Weder für einen Wettbewerb noch für ein reguläres Feuerwerk. Die indische Zeitung "The Hindu" veröffentlichte im Laufe des Tages ein Dokument auf ihrer Internetseite, das belegen soll, dass die Veranstaltung nicht genehmigt war.

Regelmäßig kommt es in Indien zu Unfällen im Zusammenhang mit Feuerwerk, bei denen es Verletzte und teilweise auch Tote gibt. Zuletzt waren bei einer Explosion in einer Feuerwerksfabrik im südöstlichen Tamil Nadu sieben Arbeiter verletzt worden.

dpa

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