Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Zahlungsbereitschaft für Online-Nachrichten steigt

Medien Zahlungsbereitschaft für Online-Nachrichten steigt

Der wirtschaftliche Druck auf Medienhäuser und Verlage wächst, doch die Bereitschaft der Nutzer, für journalistische Inhalte auch im Internet zu zahlen, nimmt einer Umfrage zufolge ebenfalls zu. Doch noch haben sich Zahlungsmodelle im Web nicht wirklich durchgesetzt.

Voriger Artikel
Indien versteigert wertvolle Mobilfunk-Frequenzbänder
Nächster Artikel
Xing startet Blog-Plattform für Autoren aus der Wirtschaft

Unter den großen überregionalen Online-Nachrichtenseiten machte «Die Welt» 2012 den Anfang.

Quelle: Axel Springer AG/Archiv

Berlin. Immer mehr Internetnutzer in Deutschland sind einer aktuellen Umfrage zufolge bereit, für journalistische Inhalte im Netz auch zu zahlen. Demnach haben 36 Prozent der Anwender in den vergangenen Monaten für Nachrichten oder andere Inhalte im Netz Geld ausgegeben.

Das teilte der Digitalverband Bitkom mit. Ein Jahr zuvor waren es bei einer vergleichbaren Umfrage noch 31 Prozent. "Ein gutes journalistisches Angebot lassen sich die Nutzer auch im Internet etwas kosten", sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg bei der Vorstellung der Studie.

Den Ergebnissen zufolge bezahlen 22 Prozent der Nutzer kostenpflichtiger Angebote eine monatliche Pauschale, 20 Prozent von ihnen bezahlen pro Artikel oder Ausgabe. Wer nicht bereit ist, für journalistische Inhalte im Netz Geld auszugeben, gibt als Grund die ausreichende Verfügbarkeit kostenloser Inhalte an (73 Prozent) oder ist der Meinung, dass die Qualität der Inhalte keine Bezahlung rechtfertige (50 Prozent). Zu teuer finden 32 Prozent der Befragten kostenpflichtige Beiträge im Netz.

Abrechnungsmodelle für journalistische Inhalte im Netz haben sich laut Bitkom in den Medienhäusern jedoch noch nicht wirklich durchgesetzt. Der Verband führte eine repräsentative Umfrage unter Geschäftsführern und Vorstandsmitgliedern durch. 59 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sämtliche Inhalte kostenlos anbieten.

Unter den Bezahlmodellen ist das sogenannte Freemium-Modell am populärsten (31 Prozent der Befragten), gefolgt von einer generellen Bezahlschranke (15 Prozent) sowie einem zeit- oder mengenmäßig beschränktem Zugang (7 Prozent der Befragten).

Auf den Trend zur Nachrichten-Nutzung über mobile Geräte haben der Umfrage zufolge die Medienanbieter inzwischen reagiert. So betreiben 92 Prozent der Befragten eine mobile Website, die die Darstellung der Inhalte an die kleineren Geräte anpasst. 67 Prozent bieten eine Smartphone-App an und gut die Hälfte (55 Prozent) eine Tablet-App. "Journalistische Inhalte werden zunehmend für unterschiedliche Nutzungssituationen, Zielgruppen und Gerätetypen aufbereitet", sagte Berg.

Nach Einschätzung der Experten werden Print-Formate wie Tageszeitungen und Zeitschriften im kommenden Jahr weiter an Bedeutung verlieren. Auch das Berufsbild des Journalisten wird sich demnach weiter wandeln. 40 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass in zehn Jahren journalistische Texte automatisch von Algorithmen erstellt werden.

"Intelligente Software kann Journalisten von eintönigen Routinetätigkeiten entlasten, ihn aber nicht ersetzen", betonte Berg. Für die Zukunft gehen 51 Prozent der befragten Medienmanager davon aus, dass Daten-Journalisten mit Hilfe entsprechender Software neue, zuvor unbekannte Zusammenhänge aufdecken werden. "Neue digitale Technologien können dem investigativen Journalismus zusätzlichen Schwung geben", sagte Berg.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Multimedia
  • DNN Job
    DNN Job

    Mit DNN-Job.de finden Sie Ihren Traumberuf. mehr

  • DNN Immo
    DNN Immo

    Neuer Partner und neue Wege für DNN-Immo! Wir kooperieren mit immonet.de mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr