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Lautsprecher-Anbieter Sonos macht Software zum Verkaufsargument

Musik Lautsprecher-Anbieter Sonos macht Software zum Verkaufsargument

Software krempelt das Geschäft der Hifi-Industrie um. Ein Zeichen der Zeit: Der Multiroom-Spezialist Sonos rüstet für seine Kunden eine neue Funktion für besseren Sound per Online-Update nach.

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Im Wettbewerb der Anbieter vernetzter Lautsprecher setzt der US-Pionier Sonos auf Software, die den Klang an die Besonderheiten der Räume anpasst.

Quelle: Robert Schlesinger/Archiv

Santa Barbara. Im Wettbewerb der Anbieter vernetzter Lautsprecher setzt der US-Pionier Sonos auf Software, die den Klang an die Besonderheiten der Räume anpasst.

Das dafür jetzt vorgestellte Programm Trueplay gibt es zunächst als App für Apples iPhones und iPads. Für die Einstellung geben die Lautsprecher einige Minuten einen pulsierenden elektronischen Ton wieder und der Benutzer muss sich mit dem Apple-Gerät durch den Raum bewegen. Dadurch wird erkannt, wie sich die Schallwellen verteilen und von den Wänden abprallen.

Das Ergebnis ist ein spürbar verbesserter Klang, weil der Lautsprecher auf Grundlage der Berechnung entsprechend seiner Position im Raum arbeitet. Gerade bei den kompakten vernetzten Lautsprechern sei es so, dass die Käufer sie nicht unbedingt vorteilhaft platzierten, erläuterte Sonos-Manager Patrick Spence.

Insgesamt werde Software in dem Geschäft immer wichtiger, betonte er. "Auf diesem Feld findet die Differenzierung statt." Sonos war einer der ersten Anbieter vernetzter Mehrzimmer-Musiksysteme. Die kalifornische Firma macht Trueplay zunächst für drei seiner Lautsprecher verfügbar, darunter eine neue Version des Modells Play:5. Für die bisherigen Geräte wird die Funktion per Software-Update aus dem Netz installiert. Andere Anbieter setzen aktuell eher auf feste Voreinstellungen, etwa ob die Lautsprecher an einer Wand oder frei im Raum stehen.

In das neue Modell des Play:5 wurden auch zwei Mikrofone eingebaut, die vorerst nicht genutzt werden, sagte Spence. In zukünftigen Software-Versionen könnte damit eventuell die Sound-Qualität direkt am Gerät verbessert werden. Die Nutzer würden explizit gewarnt, wenn die Mikrofone aktiviert werden sollten. Auch Sprachsteuerung sei eine Möglichkeit für die Zukunft, auch wenn die Funktion aktuell nicht geplant sei. Per Software wird auch angepasst, ob ein Lautsprecher einzeln oder als Stereopaar aus zwei Geräten eingesetzt wird.

Mit dem Vormarsch digitaler Musik aus dem Netz wird auch die Geräteklasse vernetzter Lautsprecher immer wichtiger für das Hifi-Geschäft. Vor dem Weihnachtsgeschäft bringen sich die Anbieter mit neuen Modellen in Stellung. Der Play:5 von Sonos tritt etwa gegen das Modell A6 des dänischen Herstellers B&O Play an, einer Marke des Hochpreis-Anbieters Bang & Olufsen. Auch B&O Play arbeite an Software zur Sound-Verbesserung, sagte Markenchef Henrik Taudorf Lorensen am Rande der Elektronik-Messe IFA in Berlin. Bei Bang & Olufsen erwirtschaftet die Untermarke inzwischen rund ein Viertel des Geschäfts und wächst um rund 50 Prozent im Jahr.

dpa

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