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Kostenlos in Hamburg surfen - WLAN-Ausbau gestartet

Telekommunikation Kostenlos in Hamburg surfen - WLAN-Ausbau gestartet

Nach langer Wartezeit ist es so weit: In Hamburg können Internetnutzer kostenlos im Netz surfen, wenn auch erst in wenigen Straßenzügen. Eine hohe technische Hürde, die im Weg stand, wurde dabei weggeräumt.

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Hamburg startet den Ausbau seines freien öffentlichen WLANs. An der Binnenalster kann schon kostenlos gesurft werden.

Quelle: DanielBockwoldt/Archiv

Hamburg. Hamburg ist ins kostenfreie öffentliche WLAN für Internetsurfer eingestiegen. Seit Donnerstag können sich Nutzer nahe der Binnenalster über das freie Netz "MobyKlick" mit Smartphone oder Tablet ins Netz einloggen.

Dort hat der Anbieter Willy.tell seine ersten Zugangsstellen (Access Points) eingerichtet. Hamburger, Geschäftsreisende und Touristen könnten nun auf einen mobilen Internetzugang mit höchstmöglichen Bandbreiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde zurückgreifen, kündigte das Unternehmen an. Es will die Zahl seiner Zugänge auf 180 bis Ende 2017 ausweiten und damit rund 3,3 Quadratkilometer der Hamburger Innenstadt abdecken.

Wie kommt der Nutzer ins Internet? Zwischen Alstertor, Gerhart-Hauptmann-Platz bis Ballindamm und Europa-Passage wird dem Nutzer als WLAN-Verbindung "MobyKlick" angezeigt, per SMS erhält er einen vierstelligen Code, er loggt sich damit ein und bleibt 24 Stunden angemeldet.

Bis zu 500 Nutzer gleichzeitig könnten versorgt werden, berichtete Willy.tel-Geschäftsführer Bernd Thielk. "Hamburg ist das Tor zu Welt, dem bislang der freie WLAN-Zugang fehlte. Jetzt kann die Stadt sich auch digital beweisen", sagte er.

Den Anschluss der Access Points an sein Glasfasernetz hatte sich der Internetanbieter einfacher vorgestellt. An geplanten Standorten fehlten allerdings die notwendigen Stromanschlüssse. Dafür hat die Stromnetz Hamburg GmbH gesorgt, die extra Netz-Verteilstationen entwickelte. Darüber sollen neben der WLAN-Anbindung auch Anschlüsse unter anderem für Umweltsensorik oder Bürgerinformationen in Echtzeit möglich sein, wie Technikchef Thomas Volk ankündigte.

Der Internet-Anbieter will sein Gratis-Angebot mit Investitionskosten von rund einer Million Euro sowie laufender Betriebskosten finanzieren, indem er Firmenkunden einbezieht - vom Café, über Restaurants bis zum Warenhaus und den Einkaufspassagen.

Sie sollen für das Angebot in ihren Räumen zahlen, der Nutzer im Geschäft surft weiter kostenlos. Die sogenannte Störerhaftung, wenn Nutzer illegale Inhalte herunterladen sollten, übernehme der Betreiber, sagte Thielk. Nutzerdaten würden nicht gespeichert, versicherte er.

Neben Willy.tel bieten andere große Telekommunikationsanbieter wie die Deutsche Telekom oder Vodafone in Hamburg ihre Hotspots an, über die sich Kunden ins Internet einloggen können. Diese Zugänge sind allerdings nur zeitlich begrenzt kostenlos, anschließend fallen Gebühren an.

dpa

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