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Digitalwachstum macht ProSiebenSat.1 zuversichtlicher

Medien Digitalwachstum macht ProSiebenSat.1 zuversichtlicher

ProSiebenSat.1 kauft Internetportale und rührt für sie in den eigenen Fernsehsendern die Werbetrommel. Das läuft so gut, dass das Unternehmen sich jetzt mehr vornimmt.

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ProsiebenSat1 verspricht sich vom Digitalgeschäft ein kräftiges Wachstum.

Quelle: Matthias Balk/Archiv

München. Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 steckt sich für die kommenden Jahre höhere Ziele und vertraut dabei noch stärker auf das Digitalgeschäft. Das Unternehmen hob seinen Ausblick für 2018 an: Der Umsatz soll von 2,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr bis dahin auf 4,2 Milliarden Euro steigen und der Betriebsgewinn von 847 Millionen auf 1,1 Milliarden Euro wachsen.

Die Erhöhung der Ziele kam nicht überraschend. ProSiebenSat.1 hatte immer wieder betont, beim Erreichen seiner Langfristziele schneller voranzukommen. Konzernchef Thomas Ebeling hatte für 2018 bislang einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Das neue Gewinnziel liegt rund 100 Millionen Euro über dem alten, aber im Rahmen der bisherigen Experten-Erwartungen.

"ProSiebenSat.1 wächst in allen Segmenten schneller als geplant", sagte Ebeling. Vor allem vom Digitalgeschäft verspricht er sich kräftiges Wachstum und hier will er auch weiter zukaufen. Ein Fernsehsender sei dagegen kein Übernahmeziel.

Die Sendergruppe verdient außer im klassischen TV-Werbegeschäft zunehmend Geld mit Internetplattformen. Zuletzt hatte ProSiebenSat.1 das Vergleichsportal Verivox gekauft und die Übernahme des schwedischen Flugreiseportals Etraveli angekündigt. Am Aktienmarkt kamen die neuen Ziele gut an. Die als Dax-Kandidat geltende Aktie lag am Mittag 2,8 Prozent im Plus.

Bei den erhöhten Umsatz- und Gewinnzielen sollen das Digitalgeschäft und die Produktionssparte den wesentlichen Wachstumsbeitrag liefern. Aber auch das klassische TV-Geschäft soll schneller wachsen und mehr Gewinn abwerfen als bislang geplant.

ProSiebenSat.1 will sich unabhängiger vom konjunkturabhängigen und schwankungsanfälligen Fernseh-Werbemarkt machen. Bis 2018 soll die Hälfte der Erlöse außerhalb des klassischen TV-Werbegeschäfts erzielt werden, der Digitalbereich einen Umsatzbeitrag von 1,5 Milliarden Euro leisten. DZ-Bank-Analyst Harald Heider sieht aber vor allem im Online-Geschäft rund ums Reisen einen harten Wettbewerb und entsprechende Risiken.

Trotz der Investitionen ins Digitalgeschäft hält ProSiebenSat.1 an seiner Dividendenpolitik fest und will weiter 80 bis 90 Prozent des um Sondereffekte bereinigten Gewinns ausschütten. Damit können sich die Anleger auf steigende Dividenden einstellen. Zuletzt hatten sie 1,60 Euro je Aktie bekommen.

dpa

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