Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Bericht: Apple will Siri mit Öffnung für Apps schlauer machen

Computer Bericht: Apple will Siri mit Öffnung für Apps schlauer machen

Apple will Google und Amazon bei intelligenten Sprachassistenten nicht davonziehen lassen: Laut Medienberichten will der iPhone-Konzern seine Lösung Siri aufrüsten. Die oberste deutsche Datenschützerin hat insgesamt Zweifel an dem Konzept.

Voriger Artikel
Vorerst keine Apple-Stores in Indien
Nächster Artikel
Medien: Microsoft hat zwei neue Xbox-Modelle im Köcher

Der US-Handelsriese Amazon ist mit seinem vernetzten Lautsprecher Echo in den USA erfolgreich.

Quelle: Amazon

Cupertino. Apple will laut einem Medienbericht App-Entwicklern den Zugang zu seiner Sprachassistentin Siri öffnen. Damit könnte der iPhone-Konzern Siri nützlicher machen und besser mit den groß angelegten Plänen von Google und Amazon mithalten.

Zudem arbeite Apple ebenfalls an einem vernetzten Gerät mit Lautsprecher und Mikrofon, das Sprachbefehle von Nutzern annehmen könne, schrieb der Branchendienst "The Information". Der Konzern habe mit der Entwicklung begonnen bevor Amazons Lautsprecher "Echo" zum Hit wurde, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Ein erstes Entwicklerpaket zur Siri-Integration dürfte Apple bereits ab Juni zur Verfügung stellen, hieß es. Als wahrscheinlich gilt, dass Apple-Chef Tim Cook die Pläne auf der hauseigenen Entwicklermesse WWDC (13. bis 17. Juni) vorstellt. Bisher wurden ausgewählte Apps wie die Empfehlungs-Plattform Yelp durch direkte Deals zwischen den Unternehmen in Siri aufgenommen. Die Siri-Software, mit der man sich unterhalten und Informationen aus dem Netz abrufen kann, kam im Herbst 2011 in die iPhones.

Bis ein eigener smarter Lautsprecher von Apple mit integriertem Mikrofon für die Kommunikation mit Siri als Echo-Rivale auf den Markt kommen wird, dürfte es aber noch dauern, hieß es. Dabei bringt sich die Konkurrenz verstärkt in Stellung: Der US-Handelsriese Amazon ist mit seinem vernetzten Lautsprecher Echo in den USA erfolgreich. Erst vergangene Woche kündigte Google auf seiner Entwicklerkonferenz I/O mit "Home" einen smarten Lautsprecher an, der ähnlich wie Amazons Echo auf Sprachbefehle reagiert und etwa Musik abspielen, Terminpläne aktualisieren oder einen Tisch im Restaurant buchen kann.

Google will sich über Sprache und vernetzte Geräte als ständig präsenter Helfer im Alltag der Menschen ausbreiten. Branchenbeobachter zweifelten nach der Konferenz an, ob Apple mit dieser Vision angesichts der Stärke von Google bei künstlicher Intelligenz und Cloud-Computing mithalten kann - auch weil Apple sich mit seinen vergleichsweise strengen Datenschutz-Richtlinien etliche Beschränkungen bei der Auswertung von Daten der Kunden auferlegt.

Die deutsche Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Andrea Voßhoff, warnte unterdessen generell vor dem Konzept. "Als Datenschützerin sehe ich intelligente Sprachassistenten, die mit einem Mikrofon permanent ihre Umgebung "belauschen", kritisch", sagte Voßhoff der "Wirtschaftswoche".

Bedenklich sei vor allem, dass in der Regel nicht hinreichend transparent sei, wie die dabei erfassten Informationen genutzt und gespeichert würden. Es stehe jedem selbst frei, solche Systeme zu nutzen, räumte die Datenschutzbeauftragte ein. Sie rate allerdings, eine solche Entscheidung gut zu überdenken und dabei "den Komfortgewinn durch die Nutzung des Sprachassistenten gegen eine - jedenfalls theoretische - Rund-um-die-Uhr-Überwachung der Privatsphäre abzuwägen."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Multimedia
  • DNN Job
    DNN Job

    Mit DNN-Job.de finden Sie Ihren Traumberuf. mehr

  • DNN Immo
    DNN Immo

    Neuer Partner und neue Wege für DNN-Immo! Wir kooperieren mit immonet.de mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr