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Adblock Plus: "Katz-und-Maus-Spiel" von Facebook zu Werbeblocker

Internet Adblock Plus: "Katz-und-Maus-Spiel" von Facebook zu Werbeblocker

Facebook will künftig Werbeblocker technisch aushebeln. Dies stößt bei Eyeo, einem führenden Anbieter von Adblockern, auf wenig Gegenliebe. Die Kölner Firma will die Fehde mit dem US-Giganten aber nicht selbst führen, sondern erwartet eine Reaktion der Community.

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Nach der Installation von Adblock Plus verschwindet Werbung wie von Geisterhand aus dem Browser.

Quelle: Andrea Warnecke/Archiv

Köln. Die Ankündigung von Facebook, künftig die Blockade von bestimmten Online-Werbeanzeigen durch so genannte Adblocker technisch aushebeln, ist bei einem weltweit führenden Werbeblocker auf scharfe Kritik gestoßen.

Wenn Facebook jetzt auch Nutzern von Werbeblockern Werbung aufzwingen wolle, sei dies "ein bedauernswerter Schritt, da hier gegen die Entscheidung der Nutzer gehandelt wird", erklärte Ben Williams, Sprecher des Kölner Unternehmens Eyeo GmbH. Eyeo bietet den populären Webeblocker Adblock Plus an.

Nach Einschätzung des Unternehmens stelle die Neuerung kein großes Problem dar. "Die Konsequenzen bleiben vorerst abzuwarten, schließlich besteht das Katz-und-Maus-Spiel seitdem Spammails gelernt haben Spammail-Filter zu umgehen." Das Aufzwingen von Werbung werde weder für die Nutzer noch für Publisher und Werber einen Mehrwert haben.

Facebook hatte angekündigt, Werbeblocker bei der Nutzung des Dienstes auf einem Desktop-Rechner oder Laptop zu umgehen. Gleichzeitig kritisierte Facebook die Praxis, dass die Betreiber von Werbeblockern Geld dafür kassieren, dass sie bisher blockierte Werbeanzeigen zulassen.

Eyeo will sich nun nicht selbst an der Abwehr der Facebook-Maßnahme beteiligen. "Wir gehen davon aus, dass die Community eine Antwort finden wird." Beim "Adblock Plus" pflegen nach Angaben von Eyeo Freiwillige die Filterlisten, die sich Nutzer für ihren Adblocker runterladen können. Der Bereich „akzeptable Werbung“, die die Nutzer über ihre Einstellungen zulassen oder deaktivieren können, wird demnach von Mitarbeitern des Unternehmens gepflegt.

dpa

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