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Zwei Geschäftsmänner wollen trampen – und erleben eine wilde Verfolgungsjagd

Spritztour wider Willen Zwei Geschäftsmänner wollen trampen – und erleben eine wilde Verfolgungsjagd

In der Nacht zum Donnerstag erlebten zwei hessische Geschäftsmänner im Alter von 50 und 51 Jahren eine Autofahrt, die sie so schnell wohl nicht wieder vergessen werden. Wie aus einem geplanten Heimweg eine unfreiwillige Verfolgungsjagd wird.

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Symbolbild

Quelle: dpa-Zentralbild

Neustadt. In der Nacht zum Donnerstag erlebten zwei hessische Geschäftsmänner im Alter von 50 und 51 Jahren eine Autofahrt, die sie so schnell wohl nicht wieder vergessen werden. Die beiden verbrachten zunächst den Abend in einer Gaststätte am Markt in Neustadt. Als sie gegen Mitternacht den Heimweg mittels eines Taxis antreten wollten, jedoch keines vorbeifuhr, kamen sie auf eine Idee, die sie wenig später bereuen sollten: Sie entschlossen sich, zu trampen.

Bereits nach wenigen Minuten erklärte sich ein Autofahrer bereit, die beiden Männer gegen einen schmalen Taler nach Hause zu kutschieren. Kurz entschlossen stiegen sie ein - was ihnen blühen sollte, konnten sie nicht ahnen.

Nicht einmal eine Minute verging, da tauchte hinter dem Wagen ein Streifenwagen der Polizei auf. Durch Blaulicht und den aufleuchtenden Schriftzug „Stopp – Polizei“, versuchten die Polizeibeamten den „Chauffeur“ zum Halten zu bringen. Ahnend, dass eine Verkehrskontrolle folgen würde, entschied sich dieser jedoch anders: „Keine Angst, die kriegen uns nicht“, meinte er zu seinen beiden Fahrgästen und beschleunigte seinen Subaru.

Es war der Auftakt einer Verfolgungsjagd mit teilweise über 160 Stundenkilometern über Ehrenberg, Cunnersdorf, Langenwolmsdorf und wieder zurück nach Neustadt. Die beiden Tramper versuchten dabei auf den Fahrer einzureden und forderten, dass er sie bitte aussteigen lassen soll. Die schroffe Antwort: „Ich bringe euch dann später nach Hause.“

Die Polizisten blieben dicht hinter dem flüchtigen Auto und verfolgten den 54-jährigen Fahrer bis hinter die tschechische Grenze. Zur Ausführung seines Plans, „kurz abzubremsen, damit sie mir hinten reinfahren und ich abhauen kann“, kam es dann jedoch nicht mehr: Das Fahrzeug blieb an einen Bahnübergang auf tschechischen Boden stecken. Der Fahrer versuchte noch zu fliehen, konnte aber kurz darauf von tschechischen Polizeibeamten gefasst werden.

Gegen den Dresdner wird unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Die beiden Geschäftsmänner hingegen fanden doch noch ihre Ruhe. Nach kurzer Vernehmung wurden sie schließlich in ihre Unterkunft gebracht.

Von August Modersohn

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