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Zollfahndung hebt große Marihuana-Plantage aus

Coswig (Anhalt) Zollfahndung hebt große Marihuana-Plantage aus

Dresdner Zollfahnder und Spezialkräfte der Bereitschaftspolizei Sachsen-Anhalt haben am Dienstag eine professionelle Marihuana-Plantage ausgehoben. Aus den mehr als 5.000 Pflanzen hätte Marihuana im Wert von mehr als einer Million Euro gewonnen werden können.

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Quelle: Zollfahndungsamt Dresden

Coswig (Anhalt) . Dresdner Zollfahnder und Spezialkräfte der Bereitschaftspolizei Sachsen-Anhalt haben am Dienstag eine professionelle Marihuana-Plantage mit mehr als 5.000 Pflanzen ausgehoben. Das teilten Zollfahndungsamt und Staatsanwaltschaft Halle mit. Die Beamten vollstreckten Haftbefehle gegen vier Beschuldigte im Alter von 40 bis 68 Jahren und nahmen acht in der Plantage angetroffene „Gärtner” vorläufig fest. Anschließend durchsuchten Zollfahnder 15 Wohnungen und Gewerberäume im Raum Berlin, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Nordthüringen und Hessen. Dabei stellten sie zahlreiche Beweismittel wie Computertechnik, Handys und schriftliche Unterlagen sowie mehrere hochwertige Fahrzeuge sicher.

Dem Einsatz gingen monatelange Ermittlungen voraus. Nachdem sie im Februar 2015 einen entsprechenden  Hinweis erhalten hatten, begannen die Beamten mit ihren Nachforschungen. Die Ermittlungen richteten sich zunächst gegen zwei deutsche, einen vietnamesischen und einen türkischen Tatverdächtigen, die mutmaßlich mit der Beschaffung des Equipments, von Samen und Setzlingen für die Plantage sowie der Anmietung einer geeigneten Örtlichkeit und dem Aufbau befasst waren. Später gelang es den Fahndern, die Plantage in einem Coswiger Gewerbegebiet zu lokalisieren. Dabei traten zwei weitere deutsche Staatsangehörige aus dem Raum Berlin in Erscheinung, die mutmaßlich ebenfalls direkt mit der Plantage zu tun hatten.

Professionelle Stromversorgung. Foto: Zollfahndungsamt Dresden

Quelle:

Wie die Zollfahnder mitteilten, war die Indoor-Plantage offenbar darauf ausgerichtet, über einen langen Zeitraum kontinuierlich Marihuana zu produzieren. Die Betreiber hatten das Gelände nach außen hin als Firma getarnt. Die Geräte für die sehr professionell aufgebaute Anlage haben die Beschuldigten nach den bisherigen Ermittlungen aus den Niederlanden bezogen. Um den immensen Energiebedarf der Plantage von täglich etwa 2.500 Kilowattstunden zu decken, zapften sie illegal Strom über den vorhandenen Anschluss.

Marihuana für mehr als eine Million Euro

Aus den Blütenständen der mehr als 5.000 Hanfpflanzen hätten rund 130 Kilogramm Marihuana gewonnen werden können, so die Zollfahnder. Diese Menge habe einen Straßenverkaufswert von mehr als einer Million Euro.

Die Tatverdächtigen müssen sich nun wegen des bandenmäßigen, unerlaubten Anbaus und des Handels mit Betäubungsmitteln verantworten. Ihnen drohen Freiheitsstrafen von fünf bis fünfzehn Jahren.

Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei und des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt werden nun in der Plantage zunächst Beweise sichern und anschließend vollständig abbauen. Die Pflanzen werden in einer Müllverbrennungsanlage vernichtet.

ttr

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