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Wurzener Schüler attackieren ausländische Kinder

Zwei Mädchen schwer verletzt Wurzener Schüler attackieren ausländische Kinder

An der Wurzener Pestalozzi-Oberschule hat es in den vergangenen Wochen mehrere Übergriffe auf Flüchtlingskinder gegeben, die eine DaZ-Klasse besuchten. Am Mittwoch eskalierte die Situation: Eine neun- und eine 14-jährige Schülerin wurden heftig drangsaliert und schwer verletzt.

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Die Polizei ermittelt in der Wurzener Pestalozzi-Oberschule zu Überfällen auf ausländische Minderjährige.

Quelle: Andreas Döring

Wurzen. An der Wurzener Pestalozzi-Oberschule hat es eine Reihe von Übergriffen auf ausländische Kinder gegeben. Darüber informierte die Polizeidirektion Leipzig am Donnerstag. Seit knapp einem Monat besuchen in Wurzen mehrere Kinder, deren Eltern in Deutschland Asyl beantragt haben, eine DaZ-Klasse (Deutsch als zweite Fremdsprache).

„Innerhalb dieses kurzen Zeitraums ereigneten sich bereits fünf verbale und körperliche Übergriffe auf die ausländischen Kinder seitens ihrer deutschen Mitschüler, wobei diese wohl immer aus dem gleichen Personenkreis einiger Achtklässler heraus erfolgten“, erklärte Direktionssprecher Andreas Loepki. Die Heranwachsenden sollen demnach auch in der Mittagspause am Mittwoch fünf Kinder durch Bespucken, Steinbewurf, Schubsen und durch Einklemmen in einer Tür drangsaliert haben.

Das jüngste Mädchen (9) wurde so schwer verletzt, dass es eine Knochenabsplitterung im rechten Arm erlitt. Der Arm musste eingegipst werden. Ein zweites Mädchen (14) musste ihre Quetschungen am Arm ebenfalls notärztlich behandeln lassen. Drei weitere Kinder blieben unverletzt.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Die Taten blieben nicht ohne weitere Folgen. Loepki: „Es muss nachdenklich stimmen, wenn Lehrer und Schulleitung aufgrund ihrer Erfahrungen zur Einschätzung gelangen, Gespräche mit den Eltern der Angreifer teilweise für nicht zielführend und zweckmäßig zu halten. Nicht minder ernüchternd ist der Fakt, dass die betroffenen Kinder durch ihre Eltern vorerst nicht mehr zur Schule geschickt werden, weil dort ihre Sicherheit in Frage steht.“

Eine Schule solle jedoch kein Ort sein, wo eine mögliche rechtspolitische Gesinnung die Norm bestimmt. Dies wird auch daran deutlich, dass sächsische Bildungsagentur, Schulleitung und Polizeidirektion Leipzig nicht gewillt sind, „dem Heranwachsen einer neuen Generation dumpfer Jungnationaler tatenlos zuzusehen, nur weil die Eltern es möglicherweise tolerieren oder gar honorieren“, erklärte der Direktionssprecher weiter.

Die Schule werde zeitnah über mögliche Konsequenzen entscheiden. Gegenwärtig werde geprüft, in welcher Form der Schulbesuch und die Unversehrtheit der Kinder gesichert werden kann. Notfalls werde der Grundsatz, wonach nicht das Recht dem Unrecht weicht, durch konkrete Schulstrafen umgesetzt.

Von Thomas Lieb

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