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Wohnungseinbrecher schlagen in Sachsen immer öfter zu - Polizei rät zu Tricks

Wohnungseinbrecher schlagen in Sachsen immer öfter zu - Polizei rät zu Tricks

Wohnung durchwühlt, Fenster eingeschlagen, Bargeld verschwunden: Diebe haben im vergangenen Jahr mehr Wohnungen in Sachsen unsicher gemacht. 2012 stieg die Zahl der registrierten Einbrüche nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) von 3467 auf 3840 - das sind 10,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

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Ein Mann hebelt mit einem Brecheisen eine Tür auf (Symbolbild).

Quelle: dpa

Bereits 2011 war die Zahl der Delikte um 7,7 Prozent in die Höhe geschnellt. „Vor allem in den Großstädten hat das Problem zugenommen“, sagte Kathlen Zink vom LKA Sachsen in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa.

In Leipzig schlagen die Diebe laut Statistik besonders häufig zu: 2012 zählte die Polizei insgesamt 1373 Fälle. Allerdings gingen die Zahlen hier im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent zurück. In Chemnitz dagegen haben sich mit 299 Fällen die Wohnungseinbrüche binnen Jahresfrist nahezu verdoppelt. Auch Dresden verbuchte einen sprunghaften Anstieg um 46 Prozent: Diebe schlugen hier 509 Mal zu.

In der Anonymität der Stadt fühlten sich die Diebe sicher. „Viele Bewohner kennen nicht einmal ihren Nachbarn“, sagte Zink. Mit Aktionen wie „Vorsicht! Wachsamer Nachbar“ will die Polizei die Städter dazu bewegen, ein wachsames Auge zu haben. „Eine gute Gemeinschaft ist oft der beste Schutz.“

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Ein Türschloss wird mit einem Draht und einem Multifunktionswerkzeug geöffnet (Symbolbild).

Quelle: dpa

Vor allem in der Ferienzeit sind leerstehende Wohnungen oder Häuser manchmal leichte Beute. Einbrecher nutzen die Gunst der Stunde, um sich zu bedienen. „Heruntergelassene Jalousien oder überquellende Briefkästen wirken wie eine Einladung“, sagte Jana Kind von der Pressestelle des Innenministeriums. Knapp die Hälfte der Einbrüche werden in Sachsen tagsüber begangen, die meisten in Wohnungen oder Häuser. Betriebe werden dagegen eher nachts zum Ziel von Langfingern.

„Wer verreist, sollte den Anschein erwecken, dass die Wohnung nicht leer steht“, rät Kind. Etwa mit Hilfe von Zeitschaltuhren, die die Beleuchtung oder Rollläden steuern. Wer seine Wohnung einbruchssicher machen möchte, kann sich zudem kostenlos von einem Fachmann in den Polizeidirektionen beraten lassen. Die Experten kommen auch nach Hause und überprüfen, wie sicher die eigenen vier Wände sind. „Der Service ist gefragt, Termine sollten langfristig vereinbart werden.“

Auch ländliche Regionen ziehen Langfinger an. „Wir hatten in diesem Jahr schon einige Fälle“, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz. Erst Ende Juli haben Diebe die Abwesenheit der Besitzer ausgenutzt und sind in ein Haus in Niesky eingebrochen. Ihnen fiel eine größere Summe Bargeld in die Hände. Oft reiche den Dieben schon ein kurzer, unbeobachteter Moment. „Wenn der Hausherr etwa im Garten Blumen gießt und die Türen sperrangelweit offen stehen“, sagte die Sprecherin. Die Polizei rät deshalb, Balkon- und Terrassentüren stets zu verschließen, auch bei kurzen Erledigungen.

In Sachsen wurde 2012 Diebesgut im Wert von rund 9,6 Millionen aus Wohnungen gestohlen, 2011 waren es 7,6 Millionen. Die meisten Einbrecher kamen unerkannt davon: Im vergangenen Jahr wurden im Freistaat rund 26 Prozent dieser Delikte aufgeklärt.

Christiane Raatz, dpa

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