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Weniger Motorradunfälle - und weniger tödlich verunglückte Biker

Statistik Weniger Motorradunfälle - und weniger tödlich verunglückte Biker

Die Zahl der Moped-, Mofa- und Motorradunfälle ist trotz höherer Zulassungszahlen in Sachsen rückläufig. In den ersten zehn Monaten diesen Jahres gab es 2433 Unfälle - und damit 40 weniger als von Januar bis Ende Oktober 2015. 24 Biker sind in der Saison 2016 ums Leben gekommen. Das sind 14 weniger als vor einem Jahr.

Die Zahl der Moped-, Mofa- und Motorradunfälle ist trotz höherer Zulassungszahlen in Sachsen rückläufig.

Quelle: dpa

Dresden. Die Zahl der Moped-, Mofa- und Motorradunfälle ist trotz höherer Zulassungszahlen in Sachsen rückläufig. In den ersten zehn Monaten diesen Jahres gab es 2433 Unfälle - und damit 40 weniger als von Januar bis Ende Oktober 2015. 24 Biker sind in der Saison 2016 ums Leben gekommen. Das sind 14 weniger als vor einem Jahr. „Das entspricht dem generellen Trend bei Unfällen“, sagte Markus Löffler vom ADAC Sachsen. Laut Verkehrsministerium ist auch die Zahl der Verletzten mit 1486 leicht rückläufig. 1488 waren es im Vorjahreszeitraum. Die meisten Biker verunglückten wie in Vorjahren zwischen Anfang Mai und Ende August.

Während die Unfallzahlen um 2,4 Prozent zurückgingen, sind immer mehr Zweiräder auf den Straßen unterwegs, vor allem zwischen Frühjahr und Herbstende. 2015 wurden nach Angaben des Statistischen Landesamtes zwischen Januar und Ende Oktober 4960 Bikes zugelassen, im gleichen Zeitraum 2016 waren es 5024. Der Bestand an Mofas, Mopeds und Motorrädern wuchs 2015 um 2,7 Prozent auf 163 671 an und hat sich damit seit 1993 fast verfünffacht. Derzeit sind rund 6,5 Prozent aller Fahrzeuge motorisierte Zweiräder.

„Viele Moped- und Motorradfahrer haben nur eine Saisonzulassung“, erklärte Löffler. Auch die Unfallstatistik wird nach Angaben des ADAC-Verkehrsingenieurs auch vom Wetter beeinflusst. „Wenn es verregnet und kalt ist, wird weniger gefahren und es passiert auch weniger.“ In diesem Jahr wurden 566 Biker schwer verletzt. Das sind 13 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gut zwei Drittel der getöteten Biker verunglücken auf Landstraßen. Die meisten schweren Unfälle passieren auf kurvenreichen Strecken mit hohem Zweiradaufkommen, wie eine Ministeriumssprecherin erklärte.

„Grundsätzlich ist jede Kurve für sie ein potenzielles Risiko“, sagte sie. Zweiradfahrer seien zwölf Mal mehr gefährdet als Insassen eines Autos, bei einem Unfall ums Leben zu kommen. Vor allem bei einem Sturz oder Aufprall auf Hindernisse neben der Fahrbahn drohten Motorradfahrern und Sozia schwere Verletzungen, vielfach mit Todesfolge. Neben der Prävention und einer guten Vorbereitung auf die Saison sind laut ADAC auch intakte Straßen mit ebenen Belägen und wenig Schlaglöchern wichtig.

Auch der sogenannte Unterfahrschutz an Leitplanken trägt aus ADAC-Sicht dazu bei, die Straßen für Biker sicherer zu machen. Der Freistaat hat seit 2013 rund 400 000 Euro in die entsprechende Ausstattung an 21 Bundes- und 27 Landstraßen investiert. Normale Fahrbahnbegrenzungen könnten für stürzende Motorradfahrer schnell zur tödlichen Falle werden, hieß es. Laut Löffler müssen vor allem die Unfallschwerpunkte entschärft werden. „Ein Motorradfahrer, der in einer Kurve wegrutscht, ist bei normaler Leitplanke extrem gefährdet.“

dpa

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