Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -7 ° Regen

Navigation:
Google+
Verteidiger der „Gruppe Freital“ zeigt Polizisten an

Umgang mit Zeugen Verteidiger der „Gruppe Freital“ zeigt Polizisten an

Im Fall der mutmaßlich rechtsterroristischen „Gruppe Freital“ hat einer der Verteidiger Strafanzeige beim Generalbundesanwalt erstattet. Der Dresdner Anwalt Endrik Wilhelm wirft ermittelnden Polizisten und Staatsanwälten Rechtsbeugung, Strafvereitelung im Amt und Datenunterdrückung vor.

Voriger Artikel
74-Jährige wird am Geldautomat beraubt
Nächster Artikel
Täter verwüsten Freitaler Kleingarten wegen Ausländerhass

Die Rechtsextremen sollen unter anderem zweimal ein Flüchtlingsheim in Freital bei Dresden mit in Deutschland verbotenen Feuerwerkskörpern angegriffen haben.

Quelle: dpa

Dresden/Karlsruhe. Im Fall der mutmaßlich rechtsterroristischen „Gruppe Freital“ hat einer der Verteidiger Strafanzeige beim Generalbundesanwalt erstattet. Der Dresdner Anwalt Endrik Wilhelm wirft ermittelnden Polizisten und Staatsanwälten Rechtsbeugung, Strafvereitelung im Amt und Datenunterdrückung vor. Das bestätigte Wilhelm am Freitag auf Anfrage. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ darüber berichtet.

Dem Bericht zufolge geht es um den Umgang mit einem Zeugen aus dem Umfeld der Gruppe, der mit dem sächsischen Verfassungsschutz in Kontakt gestanden habe. Es verstoße gegen die Richtlinien, einem solchen Zeugen Vertraulichkeit zuzusichern, sagte Wilhelm dem „Spiegel“. Der Mann sei zu spät zum Beschuldigten gemacht worden.

Laut Bundesanwaltschaft erstreckt sich die Anzeige auch auf den Vorwurf des versuchten Mordes und der Unterstützung einer Terrorvereinigung. Dazu erklärte eine Sprecherin, man gehe dem in einem Prüfverfahren nach. Die noch nicht abgeschlossene Auswertung der Erkenntnisse habe einen solchen Verdacht aber nicht erhärtet.

Die „Gruppe Freital“ ist nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft für fünf fremdenfeindliche oder politisch motivierte Anschläge in Sachsen verantwortlich. Die Rechtsextremen sollen unter anderem zweimal ein Flüchtlingsheim in Freital bei Dresden mit in Deutschland verbotenen Feuerwerkskörpern angegriffen haben, um ein „Klima der Angst“ zu erzeugen. Gegen sieben Männer und eine Frau wurde Anklage erhoben.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Qualität und Umstände noch unklar
Klaus Bartl (Die Linke), Vorsitzender des Verfassungs- und Rechtsausschusses

Das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz hatte Kontakt zu einem Mitglied der mutmaßlich rechtsterroristischen „Gruppe Freital“. Das hätten Vertreter der Staatsregierung bei einer Sondersitzung des Landtagsrechtausschusses eingeräumt, sagte der rechtspolitische Sprecher der Linken, Klaus Bartl.

mehr
Mehr aus Polizeiticker Mitteldeutschland

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

Gewinnspiele
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr