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Verstärkte Schleusungen auf „Tschetschenen Route“

Grenzkontrollen Verstärkte Schleusungen auf „Tschetschenen Route“

Die Bundespolizei verzeichnet an der sächsisch-polnischen Grenze in jüngster Zeit einen Anstieg bei den Zahlen tschetschenischer Flüchtlinge. In den vergangenen zwei Monaten seien wieder mehr Schleusungen russischer Staatsangehöriger mit tschetschenischer Volkszugehörigkeit festgestellt worden.

Quelle: dpa

Görlitz. Die Bundespolizei verzeichnet an der sächsisch-polnischen Grenze in jüngster Zeit einen Anstieg bei den Zahlen tschetschenischer Flüchtlinge. In den vergangenen zwei Monaten seien wieder mehr Schleusungen russischer Staatsangehöriger mit tschetschenischer Volkszugehörigkeit festgestellt worden, sagte der Sprecher der Bundespolizeidirektion Pirna, Christian Meinhold, der Deutschen Presse-Agentur.

Bis Mitte dieses Monats habe die Inspektion Ludwigsdorf an der Autobahn 4 bei Görlitz sieben Schleusungen registriert. Dabei seien acht Schleuser gestellt worden, die insgesamt etwa 30 Menschen nach Deutschland gebracht hätten. In den fünf Monaten davor waren es den Angaben zufolge im Bereich der Bundespolizeidirektion Pirna 134, im ganzen vergangenen Jahr 211.

In Brandenburg ist die Steigerung noch deutlicher. Dort kamen mit 734 Tschetschenen in den ersten vier Monaten des Jahres mehr als drei Mal so viele über die polnische Grenze wie im Vorjahreszeitraum, wie das Innenministerium in Potsdam auf Anfrage der AfD mitteilte.

In Sachsen bewege sich die Zunahme der Flüchtlinge auf der sogenannten „Tschetschenen-Route“ aber „im normalen Schwankungsbereich“ und sei mit den Zeiten der Tschetschenien-Kriege nicht zu vergleichen, sagte Meinhold. „Ein Ausweichen andere Flüchtlinge von der gesperrten West-Balkan-Route können wir nicht feststellen.“

Viele der Tschetschenen seien auch bereits in Polen registriert worden und hätten dort schon einen Asylantrag gestellt. „Die reisen dann einfach nach Deutschland weiter.“ Die Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden sei sehr gut. „Insofern ist unsere Binnengrenzfahndung noch engmaschig und relativ erfolgreich.“ Sollte der Zustrom weiter zunehmen, „haben wir noch Möglichkeiten, die Kontrolldichte zu erhöhen“.

Dass unter den Tschetschenen besonders viele Islamisten seien, die dann vom Verfassungsschutz beobachtet würden, wie es das Innenministerium in Potsdam für Brandenburg erklärt hatte, kann der Verfassungsschutz für Sachsen nicht bestätigen. „Mutmaßungen sind hier eher spekulativer Natur“, sagte ein Sprecher des Landesamtes in Dresden.

dpa

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