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Verfahren gegen Chemnitzer Gefängniswärter eingestellt

Liebe hinter Gittern Verfahren gegen Chemnitzer Gefängniswärter eingestellt

Ein Missbrauchsverfahren gegen einen Vollzugsbeamten aus dem Chemnitzer Frauengefängnis ist gegen Geldstrafe eingestellt worden. Der Mann hatte sich auf ein Liebesverhältnis mit einer minderjährigen Inhaftierten eingelassen. Eine Mitgefangene verriet das Paar.

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2013 waren in Chemnitz mehrere Fälle von sexuellen Kontakten zwischen JVA-Bediensteten und einsitzenden Frauen bekanntgeworden.  (Symbolbild)

Quelle: dpa

Chemnitz. Ein Missbrauchsverfahren gegen einen Vollzugsbeamten aus dem Chemnitzer Frauengefängnis ist gegen Geldstrafe eingestellt worden. Entsprechende Berichte der Chemnitzer „Freien Presse“ und der „Bild“-Zeitung bestätigte am Samstag das Justizministerium in Dresden. Laut der Entscheidung der Berufungskammer des Landgerichts Chemnitz vom Freitag muss der 50-Jährige 1200 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

Er hatte sich den Berichten zufolge auf ein intimes Liebesverhältnis mit einer minderjährigen Gefangenen eingelassen, die wegen gefährlicher Körperverletzung und schwerer Brandstiftung einsaß. Inzwischen sind die beiden ein Paar.

„Sie begann mir Liebesbriefe zu schreiben, doch ich nahm sie anfangs nicht ernst“, sagte der Angeklagte laut „Bild“. Dann sei es bei einem Freigang doch zu Küssen und später auch zu Sex gekommen. „Ich hatte einen Schlüssel zu ihrer Zelle. Wegen des Personalmangels gab es oft keinen zweiten Beamten. Ich war allein auf Station.“ Eine Mitgefangene habe die beiden schließlich verraten.

Erst vor kurzem habe die heute 19-jährige und Ende 2014 entlassene Frau ein gemeinsames Kind zur Welt gebracht, schreibt die „Freie Presse“. „Ich bin mit der Mutter meines nunmehr dritten Kindes seit einem Jahr verlobt“, zitiert das Blatt aus der Aussage des suspendierten Beamten. „Wir wollen heiraten, wenn das hier alles durchgestanden ist. Aber es ist schwer, eine gemeinsame Zukunft zu planen, wenn im polizeilichen Führungszeugnis "Sexualstraftäter" steht.“

In der ersten Instanz war der Mann laut Zeitung wegen Missbrauchs einer Gefangenen noch zu 4500 Euro verurteilt worden. Mit dem Urteil hätte ihm in jedem Fall die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis gedroht. Schon mit der Suspendierung sei sein Gehalt um 40 Prozent gekürzt worden, so die „Freien Presse“. Ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht laufe noch.

2013 waren in Chemnitz mehrere Fälle von sexuellen Kontakten zwischen JVA-Bediensteten und einsitzenden Frauen bekanntgeworden. Das Justizministerium hatte daraufhin angekündigt, die Zahl der männlichen Wärter in dem Frauengefängnis auf nur noch wenige Beamte zu reduzieren.

dpa

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