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Toter in der Weißeritz in Schmiedeberg gefunden

Inder wurde seit dem Abend vermisst Toter in der Weißeritz in Schmiedeberg gefunden

Passanten haben am Donnerstagvormittag eine leblose Person in der Weißeritz in Schmiedeberg entdeckt. Rettungskräfte konnten den Mann nur noch tot bergen. Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich um einen 36 Jahre alten Inder aus der Asylunterkunft in Schmiedeberg.

Wie die Polizei außerdem meldet, handelt es sich beim Fundort wahrscheinlich auch um den Tatort
 

Quelle: Roland Halkasch

Schmiedeberg. Passanten haben am Donnerstagvormittag eine leblose Person in der Weißeritz in Schmiedeberg entdeckt. Rettungskräfte konnten den Mann nur noch tot bergen. Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich um einen 36 Jahre alten Inder aus der Asylunterkunft in Schmiedeberg.

Der junge Mann hatte die Unterkunft am Mittwochabend verlassen und wurde seitdem vermisst. Die Suche nach dem Vermissten konnte am Morgen kurz vor 10 Uhr abgebrochen werden, nachdem Passanten den Toten entdeckt hatten. Er lag auf dem Rücken in der Weißeritz, am Rand des Flussbetts, gleich neben einer etwa zwei Meter hohen Ufermauer. Weil die Polizei nicht ausschließen konnte, dass er Opfer eines Verbrechens geworden ist, mussten die Morduntersuchungskommission der Polizei Dresden, die Tatortgruppe des Landeskriminalamts und ein Rechtsmediziner nach Schmiedeberg fahren, um den Fundort und den Toten zu untersuchen. Erst danach konnte der Leichnam am Nachmittag geborgen werden.

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Toter in der Weißeritz in Schmiedeberg gefunden

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„Wir gehen davon aus, dass der Fundort ein Tatort ist“, erklärte Polizeisprecher Thomas Geithner das Vorgehen der Beamten. Sie schließen demnach nicht aus, dass der Mann in Sichtweite des Asylbewerberheims umgebracht wurde. An der Haltestelle Buschmühle seien frische Beschädigungen gefunden worden, so Geithner auf DNN-Nachfrage. Etwa in Höhe des Haltestellenhäuschens  an der B170 lag der tote Inder im Wasser.

Ob die Beschädigungen des Häuschens mit dem Todesfall zusammenhängen, ist aber noch ungeklärt.

Zur Todesursache wollen sich die Beamten erst äußern, nachdem der Leichnam obduziert worden ist. Unklar ist auch, wo der Inder vor seinem Tod war und ob er womöglich mit einem Bus nach Schmiedeberg gefahren ist. Die Haltestelle an der Bundesstraße wird unter anderem von der Regionalbus-Linie 360 (Dresden-Zinnwald) angesteuert.

Das Asylbewerberheim am Ortsausgang von Schmiedeberg in Richtung Kipsdorf hat bereits mehrfach Schlagzeilen gemacht. Nachdem die Polizei dort unter anderem wegen Randale, Diebstählen und einer Massenschlägerei zu tun hatte, brannte es schließlich im April 2015 in dem Gebäude. Brandstifter hatten zeitgleich an zwei Stellen Feuer gelegt, ergaben die Ermittlungen. Das Haus wurde vorübergehend geräumt und konnte ab Anfang Mai schrittweise wieder bezogen werden.

Seit 2012 wird das zweistöckige Haus als Asylbewerberheim genutzt. Die 160 Plätze waren seit Ende 2013 komplett belegt. Zunächst war es ruhig um das Haus. Das änderte sich zum Jahreswechsel 2014/2015. Im Januar 2015 randalierten Heimbewohner, später gab es unter anderem Berichte von Belästigungen und Übergriffen in den Linienbussen zwischen Dresden und Schmiedeberg.

Chrstoph Springer

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