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Tod von Ex-Fußballtrainer auf Balkon in Freiberg: Acht Jahre Haft

Prozess Tod von Ex-Fußballtrainer auf Balkon in Freiberg: Acht Jahre Haft

Weil er im Streit einen ehemaligen Fußballtrainer aus Freiberg getötet hat, muss ein 21-Jähriger acht Jahre ins Gefängnis. Die Verteidigung hatte daher Freispruch gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Die Verteidigung hatte daher Freispruch gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: dpa

Chemnitz. Weil er im Streit einen ehemaligen Fußballtrainer aus Freiberg getötet hat, muss ein 21-jähriger Mann wegen Totschlags für acht Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Chemnitz sah es am Freitag als erwiesen an, dass der Angeklagte im Juli vergangenen Jahres mehrfach mit einer Bierflasche sowie einer Glasvase auf den 50-Jährigen einschlagen hat.

Zu Prozessbeginn Mitte Januar hatte er gestanden, den ehemaligen Jugendtrainer und Co-Trainer des Sachsenligisten BSC Freiberg getötet zu haben. Was sich an diesem Sommerabend jedoch genau in der Freiberger Wohnung abspielte, konnte das Verfahren nicht klären.

Opfer und Täter lernten sich über ein soziales Netzwerk kennen. Bei ihrem ersten Treffen in der Wohnung des Freibergers soll dieser den jungen Mann sexuell bedrängt haben. Als er darauf nicht habe eingehen wollen, sei es zum Streit gekommen. Der Konflikt sei schließlich auf dem Balkon eskaliert - bis hin zu den tödlichen Schlägen gegen den Kopf des Opfers.

Gericht und Staatsanwaltschaft zeigten sich davon überzeugt, dass es nicht so weit hätte kommen müssen. „Der Angeklagte hatte zu jeder Zeit vielfältige Möglichkeiten, den Tatort zu verlassen“, sagte die vorsitzende Richterin bei der Urteilsbegründung. Warum er dennoch geblieben sei, darüber könne man nur spekulieren. Eine Notwehr-Situation, wie sie die Verteidigung hatte glaubhaft machen wollen, erkannte das Gericht nicht. Demnach habe der Angeklagte befürchtet, bei einem Gerangel auf dem Balkon über die Brüstung gestoßen zu werden.

Während der Verhandlung hatte der 21-Jährige wiederholt widersprüchliche Angaben gemacht. Zudem setzte er noch in der Tatnacht sein Telefon auf die Werkseinstellungen zurück. Dadurch hätte die Strafkammer keinerlei Möglichkeit gehabt, die Beziehung zwischen Täter und Opfer nachzuvollziehen. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Haft gefordert, die Verteidigung hingegen auf Freispruch plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa

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