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Strafermittlungen gegen mutmaßliche Dschihadistin aus Pulsnitz

15-Jährige vermisst Strafermittlungen gegen mutmaßliche Dschihadistin aus Pulsnitz

Der vermissten 15-Jährigen aus Pulsnitz, die sich nach Befürchtungen ihrer Eltern der Terrormiliz IS anschließen könnte, droht ein Strafverfahren. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittele wegen des Verdachts der Aufnahme von Beziehungen zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

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Der Koran

Quelle: dpa

Dresden. Der vermissten 15-Jährigen aus Pulsnitz, die sich nach Befürchtungen ihrer Eltern der Terrormiliz IS anschließen könnte, droht ein Strafverfahren. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittele wegen des Verdachts der Aufnahme von Beziehungen zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat gegen die Schülerin aus dem Landkreis Bautzen, sagte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst war der Fall von der Staatsanwaltschaft Görlitz als Vermisstensache behandelt worden. Mit der Erweiterung um den Strafvorwurf sei der Fall nach Dresden abgegeben worden.

Die 15-Jährige war Anfang Juli heimlich nach Istanbul geflogen, wo sich ihre Spur verlor. Laut Landeskriminalamt wird sie über eine internationale Fahndungsdatenbank gesucht. „Ein Haftbefehl wurde nicht beantragt“, sagte Haase. Neue Erkenntnisse zu dem Aufenthaltsort des Mädchens gebe es nicht.

Die Eltern hatten sie erst zwei Tage nach Abflug bei der Polizei als vermisst gemeldet, weil sie glaubten, ihr Kind verbringe das Wochenende bei einer Freundin. Später erzählten sie dem Fernsehsender RTL von der Veränderung, die der Teenager in den vergangenen Monaten durchgemacht habe.

Das Mädchen aus der Pfefferkuchen-Kleinstadt in der Oberlausitz habe über Facebook Kontakt zu Islamisten aufgenommen. „Es ist leider so, dass sie von irgendjemandem geworben worden ist und eine richtige Gehirnwäsche gekriegt hat“, sagte die Mutter. Plötzlich habe sie den Koran gelesen, keine Haut mehr zeigen und mit Kopftuch zur Schule gehen wollen. Ihre Schwester sagte dem Sender, dass die 15-Jährige zum Islam konvertiert sei.

Sollte sie sich tatsächlich dem IS anschließen wollen, drohen ihr laut Paragraf 89b des Strafgesetzbuches drei Jahre Freiheits- oder Geldstrafe. Es wäre der dritte bekanntgewordene Fall, dass ein junger Mensch aus Sachsen zum Dschihadisten würde.

Im September 2014 waren zwei junge Männer aus Dippoldiswalde im Ost-Erzgebirge in den Nahen Osten gereist, um in den „Heiligen Krieg“ zu ziehen, wie sie bei Facebook mitteilten. Einer von ihnen kam Monate später zurück und stellte sich den Behörden. Am 23. August beginnt vor dem Amtsgericht Pirna der Prozess gegen den heute 22-Jährigen. Auch er muss sich der Aufnahme von Beziehungen zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verantworten.

dpa

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