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Schülern drohen Konsequenzen nach Angriff auf Flüchtlingskinder

Wurzen Schülern drohen Konsequenzen nach Angriff auf Flüchtlingskinder

Eine Gruppe von Siebtklässlern greift auf einem Schulhof in Wurzen Flüchtlingskinder an. Das wird Konsequenzen haben.

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An der Wurzener Pestalozzi-Oberschule gab es mehrere Angriffe auf ausländische Schüler.

Quelle: Andreas Döring

Wurzen/Leipzig. Nach dem Angriff auf Flüchtlingskinder in einer Schule in Wurzen im Kreis Leipzig drohen den jugendlichen Tätern ernste Konsequenzen. Die Palette reiche von einer Ermahnung bis zum Schulausschluss, sagte Roman Schulz, Sprecher der Bildungsagentur, am Freitag. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Körperverletzung, wie ein Polizeisprecher sagte. Ob die Angreifer schon strafmündig sind, konnte er nicht sagen.

Am Mittwoch waren zwei Mädchen aus Mazedonien von Mitschülern auf dem Schulhof zunächst mit Eicheln beworfen, dann bespukt und gegen eine Eingangstür geschubst worden. Eine Elfjährige erlitt eine Knochenabsplitterung am Arm, eine 14-Jährige eine Schulterquetschung. Schon in den Tagen davor soll es Hänseleien und Beleidigungen aus der Gruppe von Siebtklässlern gegen die Flüchtlinge gegeben haben.

Anfang nächster Woche solle zunächst mit den Eltern der Angreifer geredet werden. Danach würden Maßnahmen ergriffen. Dass es bei einer Ermahnung bleibe, erscheine in dem Fall eher unwahrscheinlich, sagte Schulz.

Zu den möglichen Motiven der Angreifer wollte sich der Behördensprecher nicht äußern. Informationen, wonach der Vater eines Schülers einer der Rädelsführer der Initiative „Wurzen gegen Asyl“ sein soll, kommentierte Schulz nicht. „Aber wenn man sich anschaut, was in Sachsen insgesamt los ist, dann sind Ausländerfeindlichkeit und Rassismus ja kein theoretisch-philosophisches Problem. Es ist in der Gesellschaft“, sagte Schulz.

Die betroffenen Mädchen sollen am Montag wieder in die Oberschule gehen. Die Schulsozialarbeiterin und die Lehrer würden die Kinder in Empfang nehmen. Ihnen gelte eine besondere Fürsorge, denn es könne nicht sein, dass sie Angst vor der Schule haben müssten.

dpa

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An der Wurzener Pestalozzi-Oberschule hat es in den vergangenen Wochen mehrere Übergriffe auf Flüchtlingskinder gegeben, die eine DaZ-Klasse besuchten. Am Mittwoch eskalierte die Situation: Eine neun- und eine 14-jährige Schülerin wurden heftig drangsaliert und schwer verletzt.

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