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Sachsens Polizei erwartet die "Nachtwölfe"

Sachsens Polizei erwartet die "Nachtwölfe"

Die Polizei in Sachsen bereitet sich auf die Einreise des kremlnahen russischen Motorradclubs "Nachtwölfe" vor. Gerechnet werde damit, dass ein Großteil der Fahrer morgen über die Autobahn 17 in Richtung Torgau fahren werde, sagte gestern ein Sprecher des Landeskriminalamtes.

Die Beamten stellen sich außerdem auf Sympathisanten der Rocker aus Polen und Österreich ein. Die Tour war am 25. April in Moskau gestartet und soll am Sonnabend in Berlin enden. Die "Nachtwölfe", deren Präsident Alexander Saldostanow mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin befreundet ist, unterstützen Positionen prorussischer Kräfte in der Ukraine. Polen hatte "Nachtwölfen" an der Grenze die Einreise verweigert.

Ein bereits eingereistes Mitglied der "Nachtwölfe" verließ Deutschland bereits wieder. Der Mann war am Sonntagabend mit einem Fährschiff aus Helsinki in Lübeck-Travemünde angekommen. Laut der Bundespolizei war ihm die Einreise verweigert worden, weil er die entsprechenden Bestimmungen nicht erfüllte. Er verließ Lübeck freiwillig per Fährschiff in Richtung Finnland. Laut den Angaben handelte es sich bei ihm um ein Vollmitglied der Gruppierung. Sein Reiseziel war Berlin, wo er an einer Kranzniederlegung zum 70. Jahrestag des Kriegsendes teilnehmen wollte.

Die Bundespolizei weiß bislang neben dem Fall in Lübeck von einem Einreise-Versuch am Berliner Flughafen Schönefeld. Das Auswärtige Amt sprach am Montag von drei führenden Mitgliedern der "Nachtwölfe", die in der Hauptstadt gestoppt wurden. Das Berliner Verwaltungsgericht bestätigte gestern, dass drei russische Staatsbürger in einem Eilverfahren ihre Einreise durchsetzen wollen. Ob es sich dabei um Mitglieder der Rocker handelt, stand zunächst nicht fest.

Die von den Männern eingeschaltete Berliner Anwaltskanzlei teilte mit, von den Männern gehe keinerlei Gefahr aus. Es seien Akademiker. Der Berliner Polizei liegen laut eigenen Angaben bislang keine Anträge auf eine Versammlung oder eine Fahrt von Motorrädern in Kolonne vor. Ein Sprecher wies darauf hin, dass so etwas nicht vorgeschrieben sei. Nur wenn Motorräder oder andere Fahrzeuge als Korso in einer großen Schlange durch die Hauptstadt fahren wollen, sei eine Anmeldung erforderlich. Bereits am Montag hatten Sympathisanten der "Nachtwölfe" die KZ-Gedenkstätte Dachau besucht. Laut den bayerischen Behörden verließen sie Deutschland gestern über den Grenzort Philippsreut.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.05.2015

Christian Thiele

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