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Sachsen ist seit drei Jahren Skimming-frei

Manipulation an Geldautomaten Sachsen ist seit drei Jahren Skimming-frei

In Sachsen sind bereits seit 2013 keine Manipulationen an Geldautomaten (Skimming) mehr bekannt geworden. Das Landeskriminalamt (LKA) führte das am Freitag auf eine bessere Technik zurück. 2011 war bei zehn Skimming-Fällen ein Schaden von 260.000 Euro entstanden.

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Im rheinland-pfälzischen Landeskriminalamt (LKA) in Mainz wird gezeigt, wie mit einer Mini-Kamera das Tastenfeld eines Bankautomaten beobachtet wird.

Quelle: dpa

Dresden. Sachsen hat beim Skimming eine Weiße Weste. Schon seit 2013 sind im Freistaat keine Manipulationen an Geldautomaten (Skimming) mehr bekannt geworden. Das Landeskriminalamt (LKA) führte das am Freitag auf eine bessere Technik zurück. 2011 war bei zehn Skimming-Fällen ein Schaden von 260 000 Euro entstanden, ein Jahr später gab es noch fünf Fälle (323 000 Euro). In den beiden Jahren waren zudem elf beziehungsweise zehn Manipulationen bemerkt worden, bevor es zu einem Schaden kam. Das LKA geht davon aus, dass die Kartennutzer inzwischen sensibilisiert sind.

Bundesweit hatten Datendiebe an Geldautomaten zuletzt wieder häufiger zugeschlagen - doch der Schaden sank im ersten Halbjahr 2016 auf ein Rekordtief. Nach Angaben von Euro Kartensystem wurden 94 Automaten manipuliert, um Kartendaten und Geheimnummern von Kunden (PIN) auszuspähen, zwei Drittel davon in Berlin. Der Bruttoschaden summierte sich auf 844 000 Euro. Euro Kartensysteme kümmert sich im Auftrag der Kreditwirtschaft um das Sicherheitsmanagement für Zahlungskarten.

In den ersten sechs Monaten 2015 hatte die Branche noch 62 „Skimming“-Fälle bei Geldautomaten in Deutschland gezählt, der Bruttoschaden lag bei 1,1 Millionen Euro. Im Gesamtjahr 2015 waren es 118 Fälle mit einem Schaden von 2,7 Millionen Euro.

Die sinkenden Schadenssummen erklären Experten vor allem mit der Einführung moderner EMV-Technik. EMV-Karten sind mit einer Art Mini-Computer ausgestattet: Der Datensatz wird verschlüsselt, die Karte bei Gebrauch auf Echtheit geprüft - und zwar bei jedem Einsatz sowohl am Geldautomaten als auch an der Ladenkasse. Weil sich diese Technik weltweit zunehmend durchsetzt, können gestohlene Kartendaten in immer weniger Staaten missbräuchlich eingesetzt werden.

Sicherer ist die Nutzung von Plastikgeld nach Einschätzung von Euro Kartensysteme auch geworden, weil immer mehr Banken das sogenannte Geoblocking eingeführt haben. Damit können Zahlungen in einzelnen Staaten auf kleine Beträge begrenzt oder vorübergehend ganz gesperrt werden.

dpa

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