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Polizei Dresden zieht überwiegend positive Bilanz des 13. Februars – sechs verletzte Beamte

Polizei Dresden zieht überwiegend positive Bilanz des 13. Februars – sechs verletzte Beamte

Die Dresdner Polizei und die Landesregierung haben am Donnerstag ein überwiegend positives Fazit des 13. Februars gezogen. Der Protest in der Stadt sei überwiegend friedlich geblieben.

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Die Dresdner Polizei hat am Donnerstag ein überwiegend positives Fazit des 13. Februars gezogen.

Quelle: Dominik Brüggemann

„Der Tag war ein Erfolg für Dresden und die Bürger dieser Stadt“, sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU). Dass der Tag so friedlich blieb, sei auch ein Verdienst der vielen Beamten, hieß es. Dass nahezu alle 700 Rechtsextremen nicht wie gewünscht demonstrieren konnten, rechtfertigte Dresdens Polizeichef Dieter Kroll.

„Uns war im Vorfeld klar, dass es zu solchen Situationen kommen kann. Wie angekündigt habe ich mich bei diesen Einzelfallentscheidungen vor allem von Grundrechtsabwägungen und Verhältnismäßigkeitsüberlegungen leiten lassen“, so Kroll in einer Mitteilung. Am Mittwochabend hatte die Polizei von bis zu 5000 Gegendemonstranten gesprochen.

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Bis zu 5000 Menschen haben am 13. Februar 2013 einen Aufmarsch der Rechtsextremen in Dresden verhindert.

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Es habe insgesamt fünf Festnahmen gegeben. Die Männer hatten unter anderem Absperrungen durchbrochen, Flaschen geworfen oder gegen das Versammlungsgesetz verstoßen, so die Polizei. Allerdings vermeldeten die Beamten auch sechs verletzte Polizisten. Im Bereich Parkstraße, wo mehrere hundert Gegendemonstranten rund 270 Nazis blockiert hatten, wurden zwei Zivilbeamte laut Polizei von vermummten Männern mit Zaunslatten angegriffen und verletzt. Ein Polizist wurde am Hauptbahnhof durch einen Laserpointer verletzt, zwei Einsatzkräfte am Nachmittag auf der Güntzstraße. Ein weiterer Polizist erlitt durch einen Schneeballwurf leichte Verletzungen, teilte die Polizei mit.

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Am Dresdner Hauptbahnhof wurden rund 300 Nazis blockiert. Hier kam es zu Ausschreitungen, einige Personen wurden verletzt.

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Währenddessen hatten am improvisierten Start der Demoroute rund 20 Nazis gewartet - der Rest der Rechtsextremen kam jedoch nicht.

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„Wenn Polizeibeamte – noch dazu zivil und ohne zusätzlichen Körperschutz im Einsatz – angegriffen und mit Holzlatten traktiert werden, hat das nichts mit Protest zu tun. Das ist brutal, hinterhältig und feige“, so Kroll. „Ich habe vor dem Einsatz gesagt, dass Deeskalation nur funktioniert, wenn alle daran interessiert sind. Dass unsere Einsatzkräfte nach so einem Angriff die Ruhe bewahrt haben, ist nicht selbstverständlich. Die Kollegen verdienen meinen höchsten Respekt.“

Die Polizei hatte am Mittwoch alle Hände voll zu tun, nachdem bereits am Nachmittag hunderte Blockierer in der Pirnaischen Vorstadt den Startpunkt der Nazi-Demo besetzten. Am Hauptbahnhof hatte es gegen 18 Uhr größere Probleme für die Einsatzkräfte gegeben, als Nazis und Gegendemonstranten direkt aufeinandertrafen. Erst nach 30 Minuten hatte die Polizei die Lage im Griff. Insgesamt bewiesen die Polizisten auch nach Meinung vieler Augenzeugen viel Fingerspitzengefühl. Obwohl es teils auch auf Polizisten Schneebälle hagelte, blieben die Einsatzkräfte ruhig. „Gegen 22.25 Uhr war Dresden faktisch wieder nazifrei“, so die Beamten, deren Einsatz bis in die Morgenstunden dauerte.

Das Kontakttelefon der Polizei sei von 316 Bürgern angerufen worden. „Die Zahl zeigt, welchen Stellenwert der 13. Februar bei den Menschen hat und wie groß das Interesse an Informationen ist. Wir werden auch weiterhin das Kontakttelefon und unseren Liveticker nutzen, um möglichst aktuell über den Polizeieinsatz zu informieren“, sagte Kroll.

sl

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