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Notgeburt nach Explosion in Görlitz - Ermittlungen gegen Bewohner

Feuer in Wohnhaus Notgeburt nach Explosion in Görlitz - Ermittlungen gegen Bewohner

Bei einem Feuer in einem Wohnhaus werden zwölf Menschen teils schwer verletzt. Darunter ist auch eine Hochschwangere. Die Ärzte holen das Kind auf die Welt. Als Brandursache vermuten die Ermittler eine Explosion.

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Quelle: dpa

Görlitz . Nach Explosion und Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Görlitz mit zwölf teils schwer Verletzten ermittelt die Kriminalpolizei gegen einen Bewohner. Der 42-Jährige steht unter „Verdacht der Herbeiführung einer Brandgefahr“, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler von einem Unglück aus. Der Mann hat seinen Kamin offenbar mit Propangas entzünden wollen, dabei kam es zur Verpuffung. „Es gibt keine Hinweise auf Einwirkung von außen.“

Der Brand in der Görlitzer Innenstadt war am Sonntagnachmittag ausgebrochen. Nach aktuellen Angaben wurden dabei zwei Erwachsene - der Tatverdächtige und eine hochschwangere 40-Jährige - sowie sechs Kinder zwischen drei und elf Jahren schwer verletzt. Drei 28- bis 31-Jährige trugen leichte Verletzungen davon. Sie kamen teils per Rettungshubschrauber in Krankenhäuser in Görlitz, Leipzig, Dresden, Halle (Sachsen-Anhalt) und Berlin.

Auch das Baby der Hochschwangeren zählt zu den Schwerverletzten, wie der Polizeisprecher sagte. Die Ärzte leiteten eine Notgeburt ein. Das Frühchen bleibt vorerst unter Beobachtung. „Inwieweit der Säugling durch die Geschehnisse und Verletzungen der Mutter gesundheitlich beeinträchtigt wurde, wird sich erst in den kommenden Wochen klären lassen“, hieß es in der Mitteilung der Polizei. Zum ursprünglichen Geburtstermin machte der Sprecher keine Angaben.

Am Sonntag hatte die Polizei zunächst von vier schwer und fünf leicht Verletzten, die wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung behandelt wurden, berichtet. Vier der neun Betroffenen seien Kinder.

Am Montag untersuchten Brandursachenermittler das unsanierte Gebäude. Erst nach Abschluss ihrer Arbeit könne genau gesagt werden, wie es zu dem Unglück kam. Auch die Höhe des Sachschadens war noch unklar. Das beschädigte Gebäude sei unbewohnbar, sagte der Polizeisprecher. „Teilweise besteht Einsturzgefahr.“

dpa

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