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Nach Schüssen auf Rocker: Polizeikontrollen und Nachrichtensperre in Leipzig

Mord im Rockermilieu Nach Schüssen auf Rocker: Polizeikontrollen und Nachrichtensperre in Leipzig

Nach den tödlichen Schüssen im Leipziger Rockermilieu zeigt die Polizei massive Präsenz. An mehreren Orten der Stadt kontrollierten zum Teil schwer bewaffnete Polizisten in der Nacht zum Dienstag den Verkehr. Angaben dazu, wie viele Kontrollpunkte eingerichtet und wie viele Polizisten eingesetzt wurden, machte die Polizei nicht.

Polizeieinsatz rundum das Hauptquartier der United Tribunes am Montag in der Eisenbahnstraße in Leipzig

Quelle: LVZ

Leipzig. Nach den tödlichen Schüssen im Leipziger Rockermilieu zeigt die Polizei massive Präsenz. An mehreren Orten der Stadt kontrollierten zum Teil schwer bewaffnete Polizisten in der Nacht zum Dienstag den Verkehr. Angaben dazu, wie viele Kontrollpunkte eingerichtet und wie viele Polizisten eingesetzt wurden, machte die Polizei nicht. „Wir werden auch in den nächsten Tagen solche Kontrollen fortsetzen“, kündigte ein Sprecher jedoch an.

Am Samstag sind drei Männer auf der Leipziger Eisenbahnstraße niedergeschossen worden.

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Bei den Kontrollen unter anderem an der Bundesstraße 2 im Norden der Stadt sowie in der unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum wurden Autos angehalten. In einigen Fällen wurden die Insassen und die Fahrzeuge durchsucht. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit werde dem Polizeisprecher zufolge auch in der nächsten Zeit die Eisenbahnstraße im Osten der Stadt liegen

Nach ersten Erkenntnissen hat ein Mitglied des Motorradclubs „Hells Angels“ auf Angehörige der verfeindeten Straßengang „United Tribuns“ geschossen. Gegen den 30-jährigen mutmaßlichen Schützen erging – wie berichtet – Haftbefehl wegen Mordes. Weitere 13 Personen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, es wird aber weiter gegen sie ermittelt. Unbestätigten Informationen zufolge gehen die Ermittler offenbar von einem zweiten Schützen aus. In einer Parkanlage im Leipziger Osten soll eine zweite Waffe gefunden worden sein.

Auf der Facebook-Seite der „United Tribuns“ wurden Angaben zum Getöteten gemacht. Demnach handelt es sich bei dem Opfer um Veysel A. (27), er war Anwärter auf eine Vollmitgliedschaft. Dem Vernehmen nach soll einer der beiden Verletzten ein 34-jähriges Clubmitglied sein, der andere der 31-jährige Vize-Chef der Leipziger Tribuns – der gebürtige Iraner Sooren O., der auch schon eine zentrale Figur im Disko-Krieg war. Er gehörte damals zu einer von Ausländern dominierten Bande um den berüchtigten Artur T. (31), die sich gewaltsame Auseinandersetzungen mit Security-Firmen lieferte. Dabei wurde im März 2008 in der City ein Mann (28) erschossen. Dieser Mord ist bis heute nicht aufgeklärt, bestätigte gestern Oberstaatsanwalt Schulz. Ausgerechnet nach der erst vorigen Monat verkündeten Rückkehr des Armeniers Artur T. (31) nach Leipzig – er war jahrelang für hiesige Behörden nicht greifbar – kam es zu einer erneuten Gewalteskalation.

Aktenkundig immer wieder in Auseinandersetzungen an der Eisenbahnstraße verwickelt war Sooren O.: Mit einer Pistole feuerte er am 8. Juli 2013 auf die Beine von zwei Kontrahenten. Erst unlängst kam er dafür mit einer Bewährungsstrafe davon. Vor Gericht gab er sich gern geläutert. Er sei 2015 zu seiner Mutter nach Berlin gezogen, arbeite als Übersetzer in Flüchtlingsheimen, besuche in Leipzig Freundin und Kind, sagte er.

Sabine Kreuz / dpa

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Zweite Festnahme
An dieser Kreuzung war es am 25.06.2016 zu einer Schießerei im Rockermilieu zwischen Hells Angels und United Tribuns gekommen. Seither zeigt die Polizei massive Präsenz.

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