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Nach Leichenfund: Wasser im Leipziger Elsterbecken wird abgelassen

Grausiger Mordfall Nach Leichenfund: Wasser im Leipziger Elsterbecken wird abgelassen

Nachdem klar ist, dass es sich bei der Leiche aus dem Elsterbecken um die 43-jährige Portugiesin Maria D. handelt, soll die Suche der Polizei am Mittwoch weitergehen. Die Talsperrenverwaltung senkt dafür den Wasserpegel.

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Die Polizei setzt ihre Suche am Elsterbecken am Mittwoch fort.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Wonach suchen die Taucher am Mittwoch im Leipziger Elsterbecken? Ob die Polizei auf der Spur weiterer Beweismittel ist oder ob nach einem weiteren Opfer gesucht wird, wollte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz am Abend nicht kommentieren. Die Beamten sind erneut unterhalb der Landauer Brücke im Einsatz.

Der Wasserstand des Elsterbeckens werde, wie die Landestalsperrenverwaltung bestätigte, bereits seit Dienstag abgesenkt. „Dadurch werden die Uferzonen und die Schlammbänke sichtbar“, kündigte Betriebsleiter Axel Bobbe an. Vor einem Betreten werde gewarnt. „Die Polizei hat uns um Hilfe gebeten, das machen wir natürlich gern.“

Die am vergangenen Donnerstag im Leipziger Elsterbecken gefundene Leiche ist inzwischen identifiziert. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag gemeinsam mitteilten, handelt es sich bei der Toten um die 43-jährige Portugiesin Maria D. „Die Verstorbene hielt sich seit mehreren Jahren in Leipzig auf, wobei sie seit längerem über keinen festen Wohnsitz verfügte“, heißt es im Schreiben.

Maria D. nicht offiziell vermisst

Wie Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz auf Anfrage sagte, war die Frau nicht offiziell als vermisst gemeldet worden. Allerdings hätten sich nach ersten Berichten über den grausigen Fund von Leichenteilen Bekannte der Portugiesin gemeldet. Sie seien besorgt gewesen, weil sie die 43-Jährige schon längere Zeit nicht mehr gesehen hätten. Prüfungen und Untersuchungen in der Rechtsmedizin hätten dann zur Identifizierung geführt. „Dokumente vor Ort wurden nicht gefunden“, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Angaben dazu, wie sich das Verbrechen abgespielt haben könnte, machte Schulz nicht. „Denn alles, was mit dem Tötungsdelikt in Zusammenhang steht, ist Täterwissen. Deshalb äußern wir uns dazu nicht.“ Unbestätigten Informationen zufolge soll die Frau bereits vor vier Wochen zu Tode gekommen sein. Schulz: „Das können wir noch nicht eingrenzen.“ Weitere Ermittlungen dazu seien nötig.

Offen ist, ob sich die Frau in der Messestadt bei Bekannten und Freunden aufhielt oder ob sie in einer der Leipziger Unterkünfte für Wohnungslose übernachtet hat. „Dazu sagen wir aus ermittlungstaktischen Gründen nichts“, sagte Jana Friedrich, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Portugiesin soll sich erst vor Kurzem von ihrem Lebensgefährten getrennt haben.

Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Die im Elsterbecken gefundene Leiche war bestialisch zugerichtet worden. Ein Spaziergänger hatte am Donnerstagabend den verstümmelten Torso mit Kopf unter der Landauer Brücke entdeckt. Wenige Stunden später zog die Feuerwehr ein Bein aus dem Wasser. Am nächsten Tag fanden Polizeitaucher die übrigen Gliedmaßen.

Leipziger Polizei gründet Sonderkommission

Um die Ermittlungen noch intensivieren zu können, hat die Polizei inzwischen die 19-köpfige Sonderkommission (SOKO) „Brücke“ gegründet, hieß es. Sie bittet um Hinweise aus der Bevölkerung:

Wer hat Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt stehen könnten?

Wer kannte die Verstorbene und kann zu ihr Angaben machen?

Wer hat wann und wo die Verstorbene in Leipzig gesehen oder kann Angaben zu ihren Aufenthaltsorten machen?

Zeugen, die Hinweise geben können, sollten sich bei der Kriminalpolizei in der Dimitroffstraße 1, in jeder anderen Polizeidienststelle oder telefonisch unter 0341/966 42727 melden.

Matthias Roth/Matthias Puppe/Sabine Kreuz

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