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Nach Busunglück mit totem Kind Anklage gegen Fahrer

Erfurt Nach Busunglück mit totem Kind Anklage gegen Fahrer

Nach einem Busunglück mit einem toten Kind und 64 Verletzten bei Erfurt hat die Staatsanwaltschaft den Fahrer angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 36 Jahre alten Mann aus Österreich fahrlässige Tötung und Körperverletzung vor.

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Quelle: dpa

Erfurt. Nach einem Busunglück mit einem toten Kind und 64 Verletzten bei Erfurt hat die Staatsanwaltschaft den Fahrer angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 36 Jahre alten Mann aus Österreich fahrlässige Tötung und Körperverletzung vor. Er soll Ende Oktober 2015 auf der Autobahn 4 (Eisenach-Dresden) einen Lastwagen mit überhöhter Geschwindigkeit überholt haben. In dem Bus saßen Schüler, Lehrer und Betreuer einer evangelischen Schule im sächsischen Annaberg-Buchholz. Sie waren auf dem Rückweg von einer Sprachreise in England.

Laut Anklage ist der Reisebus infolge des Überholvorgangs in der Nähe der Autobahn-Anschlussstelle Erfurt-Ost rechts von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt. Dabei wurden 59 Jugendliche und fünf Erwachsene verletzt. Mehr als 20 Menschen erlitten schwere Verletzungen. Bei dem vierjähriger Junge, der ums Leben kam, handelt es sich nach früheren Angaben um den Sohn einer Lehrerin.

Das Busunglück hatte Schüler, Lehrer und Eltern der Schule erschüttert. Zu einem Fürbittegottesdienst kurz nach dem Unfall waren etwa 1000 Menschen gekommen.

Ein Sachverständigen-Gutachten werfe dem Fahrer Fehlverhalten vor, erklärte die Staatsanwaltschaft. Danach sei er mindestens für sechs Sekunden vom eigentlichen Verkehrsgeschehen abgelenkt gewesen. Der 36-Jährige, der für ein österreichisches Unternehmen fährt, habe ausgesagt, dass er sich an das Unfallgeschehen nicht erinnern könne. Er war leicht verletzt worden.

Die Anklage wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Weimar erhoben. Das Gericht konnte zunächst nicht sagen, ob und wann das Verfahren gegen den Busfahrer beginnt.

Bei fahrlässiger Tötung kann nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, bei fahrlässiger Körperverletzung von bis zu drei Jahren verhängt werden. Aber auch eine Geldstrafe sei möglich.

dpa

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