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Mutter in psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen

Toter Säugling in Ullersdorf bei Dresden Mutter in psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen

Der zweijährige Säugling, der von seinem Vater am Donnerstagnachmittag tot in der Wohnung in Ullersdorf gefunden wurde, ist wahrscheinlich von seiner Mutter in der Badewanne ertränkt worden. Nach einer ersten ärztlichen Einschätzung sei von einer psychischen Erkrankung der 33-Jährigen auszugehen.

 Blaulicht (Symbolfoto)
 

Quelle: dpa

Radeberg.  Der leblose Säugling in einer Wohnung an der Straße Prießnitzblick in Ullersdorf (DNN berichtete) ist Donnerstagnachmittag vom Kindsvater selbst, einem 30 Jahre alten Italiener, gefunden worden. Das bestätigte Tobias Sprunk von der Polizei in Görlitz. Der junge Mann sei nach kurzer Abwesenheit in die Ullersdorfer Wohnung zurückgekehrt und habe das Baby leblos in der mit Wasser gefüllten Kinderbadewanne gefunden, so die Staatsanwaltschaft Görlitz.

Der alarmierte Rettungsdienst konnte dem Kind nicht mehr helfen. Da es offenbar nicht eines natürlichen Todes gestorben war, leitete die Polizei sofort Ermittlungen ein. Wenig später wurde die unter Tatverdacht stehende Mutter – eine 33-jährige polnische Staatsbürgerin – „im nahen Umfeld aufgegriffen“, so die Polizei. Um die genaue Todesursache des Säuglings feststellen zu können, wurde am Freitag eine Obduktion angeordnet.

 Wie es zu dem Drama kam, darüber herrschte am in Ullersdorf großes Rätselraten. Die Mutter des Kindes sei eine „liebe, nette, junge Frau“, hieß es. Sie und der Vater des Kindes arbeiten wohl beide im Italienischen Restaurant Il Golfino Franco am Golfplatz. Dort herrschte am Freitag gedrückte Stimmung. Der Chef des Restaurants, dem die Bestürzung ins Gesicht geschrieben war, lehnte jegliches Gespräch ab.

 Am Nachmittag wurde die Mutter des Kindes dem Haftrichter vorgeführt. Am Abend teilten Polizei und Staatsanwaltschaft schließlich mit, dass die einstweilige Unterbringung der Mutter des zwei Monate alten verstorbenen Säuglings in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet worden sei. „Die bisherigen Ermittlungen ergaben den dringenden Verdacht, dass die Beschuldigte ihr Kind ertränkt hat“, heißt es in der Mitteilung. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand habe die Mutter im Zustand der verminderten Schuldfähigkeit oder der Schuldunfähigkeit gehandelt. Die weitere Untersuchung führe die Mordkommission der Polizeidirektion Görlitz in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

Wie es hieß, war die Mutter des Säuglings bereits am Donnerstag nach ihrer Festnahme in ein psychiatrisches Krankenhaus eingeliefert worden. „Nach einer ersten ärztlichen Einschätzung ist von einer psychischen Erkrankung auszugehen“, so Polizei und Staatsanwaltschaft.

Von cat.

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