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Mehr Wildunfälle in Sachsen - auch mehr Verletzte als 2014

Statistik Mehr Wildunfälle in Sachsen - auch mehr Verletzte als 2014

Im vergangenen Jahr wurden erneut mehr Wildunfälle auf Sachsens Straßen registriert. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stehen 12 081 Zusammenstöße mit Wildtieren zu Buche - knapp 900 mehr als für 2014. Die meisten hatten Blechschäden an den Fahrzeugen zur Folge, 157 galten jedoch als schwer.

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Quelle: dpa

Kamenz. Im vergangenen Jahr wurden erneut mehr Wildunfälle auf Sachsens Straßen registriert. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stehen 12 081 Zusammenstöße mit Wildtieren zu Buche - knapp 900 mehr als für 2014. Die meisten hatten Blechschäden an den Fahrzeugen zur Folge, 157 galten jedoch als schwer. Bei 144 Vorfällen - ein Drittel mehr als im Vorjahr - wurden Menschen verletzt. Die Zahl der Schwerverletzten, darunter fünf Motorrad- und vier Radfahrer, hat sich mit 41 im Vergleich zu 2014 verdoppelt.

Von 2009 bis 2014 ereigneten sich im Jahresdurchschnitt rund 10 700 Wildunfälle, davon etwa 90 mit Verletzten. Für 2014 stehen 11 189 Zwischenfälle mit Beteiligung von Wildschwein, Hirsch oder Reh zu Buche, darunter auch Kollisionen in Folge von Ausweichmanövern. In 99 Fällen wurden Menschen verletzt, 19 davon schwer. Todesopfer durch Wildunfälle gab es laut Innenministerium indes in den vergangenen vier Jahren keine.

Die meisten Wildunfälle wurden 2015 in den wärmeren Monaten von Mai bis September registriert, generell am stärksten betroffen waren die Landkreise Mittelsachsen und Görlitz. „Wildwechsel“-Warnschilder, Wildbrücken, Schutzzäune an Autobahnen oder Bundesstraßen sowie Wildreflektoren an Leitpfosten sollen Tiere und Verkehrsteilnehmer schützen helfen. Es braucht nach Angaben des Wirtschaftsministeriums aber Zeit, bis sich Wild daran gewöhnt und die Vegetation dessen Verhalten beeinflusst.

Nach Angaben von Klaus Kühling, Pressesprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst, waren 2015 im rund 200 000 Hektar großen Staatswald 160 Wildschweine und fast 300 Rehe in Unfälle verwickelt. Aber nur 3,9 Prozent aller getöteten Wildtiere kam in den vergangenen Jahren im Verkehr zu Tode. Die meisten Unfälle passieren laut Innenministerium außerhalb von Ortschaften und verlaufen im Vergleich zu anderen Unfällen auf Landstraßen eher glimpflich.

Vor allem im Herbst und Winter und in der Dämmerung müssten Autofahrer auf Wildwechsel achten, sagte Sachsenforst-Sprecher Kühling. Die Zeitumstellung sei da eher ungünstig, wenn Wildwechsel und tägliche Rushhour zusammen und in die Dämmerung fallen. „Tiere bleiben ihrem Rhythmus treu.“

dpa

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