Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Langjährige Haftstrafe nach Mord an Rentnerin im Kreis Görlitz

Langjährige Haftstrafe nach Mord an Rentnerin im Kreis Görlitz

Mord wegen 20 Euro: Nach dem gewaltsamen Tod einer Rentnerin in Großschweidnitz (Landkreis Görlitz) muss ein 57-Jähriger aus Löbau für 13 Jahre und 6 Monate hinter Gitter.

Voriger Artikel
Dieb von mehr als 100 Gullydeckeln gefasst
Nächster Artikel
Bundespolizei erwischt zwei 14-Jährige mit 300 illegalen Böllern

Symbolbild.

Quelle: dpa

Die Schwurgerichtskammer am Landgericht Görlitz sprach den alkoholkranken Arbeitslosen am Donnerstag schuldig, im März dieses Jahres die 92 Jahre alte Frau getötet zu haben - aus Habgier. „Es tut mir leid. Ich war nicht richtig bei Sinnen", sagte der Mann in seinem Schlusswort. „Sie wurde regelrecht abgeschlachtet", sagte der Vorsitzende Richter Uwe Böcker, und: „Wir haben es mit einer Tat zu tun, die fassungslos macht."

Der Richter bezeichnete die Tat als „extreme Gewalthandlung". Das Opfer sei brutal niedergeschlagen, gewürgt und mit sechs Stichen mit einem Küchenmesser am Hals schwer verletzt worden. Die hochbetagte Dame verblutete in ihrer Wohnung, während der Angreifer mit ihrer Geldbörse flüchtete. „Ganze 20 Euro waren drin", sagte Böcker.

Der 57-Jährige nahm das Urteil mit gesenktem Kopf, aber äußerlich gefasst auf. In seinem Schlusswort hatte der Arbeitslose beteuert, dass es nicht seine Absicht gewesen sei, die Frau zu töten. Seit Jahren kannte er die Rentnerin. Er hatte ihr gelegentlich bei Arbeiten im Garten geholfen und zur Anerkennung dafür auch einen Obolus erhalten. Am Tag des Verbrechens suchte er die Witwe auf, um Bargeld zu fordern. Als sie ablehnte, ging er offenbar wütend auf sie los.

Die Richter verhängten keine lebenslange Freiheitsstrafe, wie es die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. Sie hielten dem Hartz-IV-Empfänger zugute, dass er mit einem frühen Geständnis Aufklärungshilfe geleistet habe. Zudem wurde ihm erheblich verminderte Schuldfähigkeit bescheinigt, weil er vor der Attacke auf die Rentnerin mehrere Flaschen Bier und Wein getrunken hatte.

Das Gericht ordnete die Unterbringung des Mannes in einer Entziehungsanstalt an, da er unter Alkoholeinfluss immer aggressiv reagiere und dadurch Gefahr für weitere Straftaten bestehe. Insgesamt 15 Jahre habe er schon im Strafvollzug zugebracht. Nach einer Entziehungskur vor Jahren war er dem Alkohol erneut verfallen. Gegen das Urteil kann der Verurteilte innerhalb einer Woche Revision einlegen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Mitteldeutschland

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

Gewinnspiele
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr