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Kriminalitätsstatistik 2014 für Sachsen vorgestellt – Droge Crystal ist kritisches Problem

Kriminalitätsstatistik 2014 für Sachsen vorgestellt – Droge Crystal ist kritisches Problem

Der steigende Konsum der Droge Crystal wirkt sich massiv auf die Sächsische Kriminalstatistik für das 2014 aus. Innenminister Markus Ulbig (CDU) stellte die Statistik für Sachsen am Mittwoch vor.

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Markus Ulbig, Sächsischer Innenminister (CDU), stellte die Sächsische Kriminalitätsstatistik vor. (Archiv)

Quelle: Oliver Killig dpa

In ganz Sachsen wurden im Vorjahr 327.196 Straftaten registriert. Das sind 4,7 Prozent mehr als 2013.  

Ursache für die wachsende Zahl von Diebstählen sei unter anderem der gestiegene Konsum von Crystal. „Die Droge erzeugt bei den Betroffenen eine hochgradige Abhängigkeit und einen damit verbundenen hohen Beschaffungsdruck“, so das Innenministerium am Mittwoch. Der Innenminister sagte: „Der kritische Trend zeigt die große gesamtgesellschaftliche Herausforderung im Bereich Crystal. Meine Anerkennung für die Polizei, die bei gestiegener Kriminalitätsbelastung die Aufklärungsquote stabil gehalten hat.“  

Kriminalitätsentwicklung :  

Diebstahl

Mit einem Anteil von 44,2 Prozent aller Straftaten bilden Diebstahldelikte den größten Anteil. Anstiege gab es in den Bereichen Ladendiebstahl (+6 Prozent), Diebstahl aus Kraftfahrzzeugen +8,1 Prozent), Diebstahl von Fahrrädern (+5,7 Prozent) und Diebstahl von Zahlungsmitteln (+10 Prozent). Rückgänge sind in den Bereichen Diebstahl aus Kellern (-4,4 Prozent) sowie bei Diebstahl auf Baustellen (-4,3 Prozent) zu verzeichnen. 

Rauschgiftkriminalität

Die Anzahl der Rauschgiftdelikte stieg um 1073 Fälle beziehungsweise 11,4 Prozent. Es wurden 4 968 Verstöße mit Crystal registriert.  

Wohnungseinbrüche

Bei Wohnungseinbrüchen gab es im Jahr 2014 einen Anstieg um 6,9 Prozent auf 3 869 Fälle.  

Kraftwagendiebstahl

Im Jahr 2014 gab es insgesamt 3 448 Diebstähle von Kraftwagen. Das ist eine Zunahme 3,1 Prozent.  

Ausländerspezifischen Delikte  

Entlang der sächsischen Außengrenze wurden insgesamt 25.690 Delikte registriert. Dies bedeutet eine Zunahme 9,2 Prozent. Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz stiegen im Vergleich zu 2013 um 690 Fälle. Diese Zunahme erklärt sich aus der verstärkten Zuwanderung und den steigenden Asylbewerberzahlen.

Die allgemeine Kriminalität in Grenznähe stieg um 1 477 Fälle (+7,1 Prozent). 

Tatverdächtige

Die Polizei registrierte 104 713 Tatverdächtige. Davon waren 82,6 Prozent Erwachsene. Der Anteil der Jugendlichen betrug 7 Prozent. Insgesamt 18,3 Prozent der Tatverdächtigen besaßen keine deutsche Staatsbürgerschaft. Im Jahr 2013 lag deren Anteil bei 15,2 Prozent. 

Aufklärungsquote

Die Polizei ermittelte im Jahr 2014 in 179 236 Fällen erfolgreich. Die Gesamtaufklärungsquote lag wie im Vorjahr bei 54,8 Prozent. Bei Gewaltdelikten konnten in drei von vier Fällen (76,1 Prozent) Tatverdächtige ermittelt werden. Die Aufklärungsquote bei besonders schweren Fällen von Diebstahl betrug 16,1 Prozent.

dbr

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