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Krawalle in Plauen: Rechtsextreme greifen Polizei mit Pfefferspray an

1. Mai Krawalle in Plauen: Rechtsextreme greifen Polizei mit Pfefferspray an

Bei einem Aufmarsch der rechtsextremen Partei "III. Weg" und mehren Gegendemonstrationen in Plauen kam es zu Auseinandersetzungen auf beiden Seiten. Rechtsextreme schlugen eine Gegendemonstrantin mit einem Metallrohr bewusstlos  und attackierten Polizisten mit Pfefferspray.

Teilnehmer einer linken Demonstration gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremen stehen am 01.05.2016 in Plauen (Sachsen) auf einer Straße, die von Polizisten gesichert wird.

Quelle: dpa

Plauen. Bei einem Aufmarsch der rechtsextremen Partei "III. Weg" und mehren Gegendemonstrationen in Plauen kam es zu Auseinandersetzungen auf beiden Seiten. Dabei gab es mehrere Verletzte. Die Polizei sprach in einem Tweet von einem „massiven Gewaltausbruch“. Sowohl von Linken wie auch von Rechten habe es Angriffe gegen Polizisten gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Wasserwerfer wurden eingesetzt.

Zuvor waren gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremen etwa 1000 linke Demonstranten auf die Straße gegangen. Die Teilnehmer waren schwarz gekleidet, viele von ihnen vermummt. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort. Laut Polizei versammelten sich etwa 500 Neonazis.

Die Polizei war am Nachmittag dabei, die linke Kundgebung aufzulösen. Die rechte Demonstration war zuvor bereits beendet worden. Rechtsextreme attackierten Polizisten mit Pfefferspray. Anschließend zogen Gruppen von Rechtsextremen ohne Sicherung durch Polizeikräfte durch die Stadt. Dabei soll ein Journalist von etwa 20 Rechtsextremen bedroht worden sein.

Bei Zusammenstößen von Rechtsextremen und linken Gegendemonstranten sind am Sonntag in Plauen mehrere Menschen verletzt worden. Die Polizei sprach in einem Tweet von einem „massiven Gewaltausbruch“.

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Rechtsextreme schlagen Frau mit Metallrohr bewusstlos

Nach der Auflösung der Demonstration attackierten zwei Rechtsextreme eine Gegendemonstrantin. Wie ein Reporter des Nachrichtenportals „News5“ gegenüber lvz.de erklärte, stand die Frau allein und rief „Nazis raus!“ als sich zwei Männer aus dem Pulk der Rechtsextremen lösten und auf die Gegendemonstrantin zugingen. Einer der Männer schlug der Frau mit einer Metallstange oder einem Kamerastativ auf den Kopf. Die Getroffene ging sofort bewusstlos zu Boden und wurde von dem zweiten Mann attackiert, bis weitere Gegendemonstranten der Frau zur Hilfe kamen. Diese blieb ohnmächtig am Boden liegen.

Kritik am Polizeieinsatz

Kritik entzündete sich am Vorgehen der Polizei. So seien Verstöße gegen das Vermummungsgebot seitens rechtsextremer Demonstranten nicht geahndet worden. Auch als diese forderten, Menschen ins KZ zu schicken, standen die Beamte tatenlos daneben. Ein Sprecher der Polizei verneinte Kenntnisse zu dem Vorfall. Teilnehmer der Gegendemonstration kritisierten weiterhin das harte Vorgehen der Polizei. Ein Fotograf soll von einem Beamten niedergeschlagen worden sein, teilte „Straßengezwitscher“ via Twitter mit. Nach Auflösung der rechten Demonstration zogen die Rechtsextremen ohne Absicherung durch Sicherheitskräfte durch Plauen. Etwa 20 Neonazis hätten einen Reporter bedroht, hieß es von "Straßengezwitscher".

Wiederholt haben Neonazis aus ganz Deutschland die vogtländische Stadt am Tag der Arbeit zum Ziel auserkoren. Bereits vor zwei Jahren waren hunderte Rechte durch Plauen marschiert. Schon seit Wochen war auf einschlägigen Internetseiten bundesweit für den 1. Mai in Plauen mobilisiert worden - sowohl von Linksautonomen wie auch von Rechten.

LVZ

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