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Konflikt im Rocker-Milieu: Ein Toter bei Schießerei in Leipzig

Brennpunkt Eisenbahnstraße Konflikt im Rocker-Milieu: Ein Toter bei Schießerei in Leipzig

Eine Schießerei in der Leipziger Eisenbahnstraße hat am Samstagnachmittag ein Menschenleben gefordert. Bei einem Streit im Rockermilieu sind mehrere Personen verletzt worden. Einer der Männer verstarb später im Krankenhaus.

Die Polizei wurde am Samstagnachmittag zu einem Großeinsatz in die Eisenbahnstraße gerufen.

Quelle: dpa

Leipzig. Ein Streit zwischen zwei Gruppen aus dem Rocker-Milieu ist am Samstagnachmittag im Leipziger Osten blutig eskaliert. Bei einer Schießerei in der Eisenbahnstraße in Höhe des Otto-Runki-Platzes wurden insgesamt drei Personen verletzt. Eines der Opfer musste noch vor Ort reanimiert werden. Alle Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Wie Polizeisprecher Andreas Loepki am Abend gegenüber LVZ.de bestätigte, verstarb einer der Männer später in der Klinik.

Wie Loepki erklärte, waren an dem Schusswechsel beide Gruppen beteiligt. Dabei soll es sich um Mitglieder des Rocker-Clubs "Hells Angels" und der sogenannten Streetgang "United Tribuns" handeln. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot in den Leipziger Osten auf. Teils mit Maschinenpistolen schwerbewaffnete Polizisten brachten die Lage unter Kontrolle und nahmen mehrere Personen vorläufig fest. Ob dabei Waffen gefunden wurden, konnte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Auch zu weiteren Details wollte sich die Polizei nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Leipzig nicht äußern.

„Ich habe zwei Schüsse gehört“, erklärte Anwohner Dirk Eiling am Nachmittag gegenüber LVZ.de. Der Leipziger habe zudem gesehen, wie einer der Männer wiederbelebt und kurz darauf mit dem Rettungswagen abtransportiert wurde. Etwa 20 Streifenwagen seien vor Ort im Einsatz gewesen. Die Umgebung wurde durch die Beamten weiträumig abgesperrt. Wie die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) mitteilten, kam aus diesem Grund bei den Straßenbahnlinien 1, 3 und 8 zu Einschränkungen.

Noch bis in die Nacht waren Beamte vor Ort mit der Spurensicherung befasst. Wie Sprecher Loepki erklärte, hat die Polizei Kräfte vor Ort, um die Lage binnen der nächsten Tage abzusichern.

Erst vor zwei Wochen hatte es an der gleichen Stelle einen Großeinsatz der Polizei ebenfalls wegen einer Auseinandersetzung gegeben.

nöß/joka

In einer früheren Version des Textes war von insgesamt vier Verletzten die Rede. Die Polizei hat diese Zahl mittlerweile nach unten korrigiert.

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