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Kampfmittelbeseitigungsdienst zündet Sprengung in der Dippser Heide

Sprengung Kampfmittelbeseitigungsdienst zündet Sprengung in der Dippser Heide

In der Dippser Heide hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst eine Sprengung gezündet. Damit wurden 60 Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. Um 12 Uhr drückte Sprengmeister Kniesche auf den roten Knopf.

Diese Granate ist ungefährlich.

Quelle: Roland Halkasch

DIPPOLDISWALDE. In der Dippser Heide nahe Malter hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Freistaats am Dienstagmittag 60 Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. Punkt 12 Uhr zündete Sprengmeister Joachim Kniesche die Ladungen. Das Ziel der Fachleute: Die Zünder der Granaten sollten abgetrennt werden, um die Munition danach gefahrlos entsorgen zu können. Das funktionierte auch bei fast allen 60 Sprengkörpern.

Die 60 Granaten, darunter auch zwei russische Handgranaten, wurden mit sogenannten Schneidladungen versehen, verdrahtet und in einem etwa einen Meter tiefen Graben in einem ehemaligen Steinbruch nahe der Ortschaft Malter versenkt. Dann kam Erde darüber. Die Polizei sperrte nur einen Teil des Waldes ab, alle Straßen blieben frei. „Wir mussten nur eine Zehnergruppe Wanderer umleiten, die haben von der Sprengung nichts gewusst“, berichtete Polizeihauptkommissar Andreas Mußbach. Absolut pünktlich konnte Sprengmeister Kniesche die Zündung auslösen. Die Explosionen waren weithin zu hören, weil aber keine Wassersäcke auf dem Graben lagen, gab es keine riesige Fontäne aus Wasser und Erde. Kurz nach der Sprengung war klar: Die Schneidladungen hatten bei fast allen Granaten ihren Zweck erfüllt, nur ein kleiner Teil der Sprengkörper war selbst explodiert.

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Wieder hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst in einem Waldstück nördlich von Dippoldiswalde Granaten unschädlich gemacht. Dieses Mal handelte es sich um 60 Sprengkörper.

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Die Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in der Dippser Heide ist damit noch nicht abgeschlossen. Die Fachleute gehen davon aus, dass dort weitere Weltkriegsmunition gefunden wird. Auch eine weitere Sprengung ist in diesem Jahr noch möglich, so Mußbach.

Seit 2013 suchten Sprengstoffexperten in dem rund 12 Quadratkilometer großen Waldstück nördlich von Dipps nach Resten aus dem Zweiten Weltkrieg. Anlass dafür waren mehrere Funde, die im Zusammenhang mit Bomber-Abstürzen zum Kriegsende standen. So wurden immer wieder Granaten, aber auch schwere Bomben entdeckt. Mehrfach musste der Kampfmittelbeseitigungsdienst bereits Sprengkörper vor Ort zünden, weil sie so verwittert waren, dass sie nicht mehr gefahrlos abtransportiert werden konnten. So wurde unter anderem im März 2014 eine Bombe in die Luft gejagt. Obwohl sie unter schweren Wasserkissen gezündet wurde, die die Druckwelle aufnahmen, musste dafür damals das gesamte Waldgebiet samt der angrenzenden Straße und inklusive der B170 vorübergehend gesperrt werden.

Von Christoph Springer

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