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Kabeldiebe legen Bahnverkehr im Leipziger Westen stundenlang lahm – zwei Täter gefasst

Kabeldiebe legen Bahnverkehr im Leipziger Westen stundenlang lahm – zwei Täter gefasst

Zwei Kabeldiebe haben am Dienstagmorgen den Bahnverkehr in Leipzig stellenweise lahmgelegt. Sechs Stunden lang konnten zwischen Leutzsch und Plagwitz keine Züge fahren.

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Kabeldiebe haben am Dienstag den Zugverkehr in Leipzig erheblich gestört.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Auf der Strecke zwischen Gera und der Messestadt kam es deswegen zu Verspätungen, Reisende mussten in Busse umsteigen. Die Bundespolizei fasste noch in Tatortnähe am Plagwitzer Bahnhof zwei 29 und 33 Jahre alte Männer aus Leipzig. Sie seien einschlägig vorbestraft, berichtete Polizeisprecher Jens Damrau.

Die Männer hatten nach Polizeiangaben rund 200 Meter Kabel abmontiert - unter anderem Erdungs- und Signalkabel. Die Signaltechnik am Gleis funktionierte nicht mehr. Wie eine Bahnsprecherin mitteilte, war ein zweites Gleis aber verschont geblieben, so dass dort seit dem späten Vormittag der Verkehr wieder rollen konnte - allerdings auch mit Verspätungen. Es sollte Stunden dauern, den Schaden wieder zu beheben. Damrau sagte, der Schaden liege im fünfstelligen Bereich. Genauer sei das noch nicht zu beziffern.

Durch einen Alarm der Deutschen Bahn war die Bundespolizei gegen 4.45 Uhr über den Vorfall informiert worden. Die am Tatort eintreffenden Beamten ertappten die beiden Täter auf frischer Tat. „Sie versuchten zu flüchten, konnten jedoch im Bereich Lindenau gestellt werden“, berichtete Damrau. Beim Abmontieren der in Bodennähe angebrachten Kabel hätten sie Bolzen- und Saitenschneider verwendet, so der Polizeisprecher weiter.

Der betroffene Gleisabschnitt musste bis 10.20 Uhr vollständig gesperrt werden, da die Signaltechnik gestört war. Betroffen waren der Regionalexpress 12 und die Regionalbahn 51 Richtung Gera. Zwei Nahverkehrszüge fielen vollständig aus. Zwölf weitere konnten auf dem Abschnitt zwischen Leutzsch und Plagwitz nicht fahren. Die Züge von und nach Gera mussten laut Bahn in Leipzig-Plagwitz wenden. Zwischen Leutzsch und Plagwitz fuhren Busse als Schienenersatzverkehr.

Die Bahn leidet seit längerem nach eigenen Angaben wegen der hohen Buntmetallpreise ganz erheblich unter Kabelklau und Metalldiebstählen. Bundesweit sei die Zahl der Fälle von 2009 auf 2010 um 40 Prozent angestiegen. Schwerpunkt sei Ostdeutschland. In Sachsen wurden 2010 demnach 257 Fälle (Vorjahr: 169) registriert.

dpa/nöß

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