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Fremdenfeindlicher Übergriff auf Asylbewerber in Heidenau

Bürgermeister kündigt Konsequenzen an Fremdenfeindlicher Übergriff auf Asylbewerber in Heidenau

Bei einer fremdenfeindlichen Attacke sind am Freitagabend in Heidenau drei Flüchtlinge aus Afghanistan verletzt worden. Die drei jungen Männer wurden aus einer Gruppe von etwa 30 Leuten zunächst beleidigt und dann tätlich angegriffen. Heidenaus Bürgermeister Jürgen Opitz kündigte Konsequenzen an.

Quelle: dpa

Heidenau. Bei einer fremdenfeindlichen Attacke sind am Freitagabend in Heidenau drei Flüchtlinge aus Afghanistan leicht verletzt worden. Wie die Polizeidirektion Dresden am Samstag mitteilte, waren die drei jungen Männer im Alter von 17 und 18 Jahren aus einer Gruppe von etwa 30 Leuten zunächst beleidigt und dann tätlich angegriffen worden. Die Polizei nahm später zwei Männer (18 und 20 Jahre) als Tatverdächtige fest. Aufgrund von Parolen wie "Macht euch nach Hause" und "Was wollt ihr hier?" gehen die Ermittler von einem fremdenfeindlichen Motiv aus. Es wird nun wegen Körperverletzung ermittelt.

Heidenaus Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU) kündigte Konsequenzen an und bedauerte den Vorfall. „Es ist schlimm und absolut zu verurteilen“, sagte er dem Sender MDR Sachsen. Er werde mit der Polizei über mehr Streifen für Heidenau sprechen. Zugleich kritisierte Opitz, dass ihn die Polizei erst am darauffolgenden Nachmittag über den Angriff informierte. Die Polizei sollte in so einem Fall sensibilisiert sein. Heidenau war im August 2015 nach tagelangen massiven Ausschreitungen von Rechtsextremen vor einer Flüchtlingsunterkunft international in die Schlagzeilen geraten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde damals bei einem Besuch Heidenaus von Demonstranten massiv angepöbelt.

Laut Opitz ist der Angriff auf die Afghanen der erste Fall dieser Art seit den Geschehnissen von 2015. Heidenau habe kein Problem mit Rassismus, sagte er. Alltagsrassismus sei in ganz Deutschland verbreitet. Manche Leute würden sich durch verschiedenste Dinge provoziert fühlen: „Das kann durch Ausländer sein, aber genauso gut durch die Polizei, was oft genug der Fall ist. Oder man fühl sich durch Leute provoziert, die einen zur Ordnung ermahnen.“

Opitz beschrieb die Tatverdächtigen als Gruppe, die häufiger in dem Park gemeinsam Bier trinke. Bei einem Supermarkt in der Nähe könne man sich bis in den Abend hinein mit Alkohol versorgen. Der Park sei aber kein Brennpunkt, an dem sich Leute mit rechter Gesinnung träfen. Die Polizei und ein Sicherheitsdienst seien regelmäßig dort unterwegs, um für Ordnung zu sorgen. Am Freitagabend sei das wohl aber nicht der Fall gewesen.

jbü/dpa

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