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Frauenleiche im Leipziger Elsterbecken: Polizei sucht Körperteile

An der Landauer Brücke Frauenleiche im Leipziger Elsterbecken: Polizei sucht Körperteile

Im Uferbereich des Elsterbeckens in Leipzig ist am Donnerstag eine verstümmelte Frauenleiche gefunden worden. Die Polizei geht von einem grausigen Tötungsverbrechen aus. Arme und Beine der Toten waren abgetrennt.

Ein Bestattungsunternehmen fährt den Torso in die Gerichtsmedizin.

Quelle: dpa-Zentralbild

Leipzig. Nach dem Fund einer Frauenleiche im Leipziger Elsterbecken setzt die Polizei am Vormittag die Suche nach noch vermissten Körperteilen fort. Dabei soll erneut die Freiwillige Feuerwehr Lützschena-Stahmeln mit einem Schlauchboot zum Einsatz kommen. Zudem denken die Beamten auch über Hilfe von Polizeitauchern nach. Der Torso mit Kopf werde im Laufe des Tages in der Rechtsmedizin untersucht, bestätigte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz. Über ein weiteres Vorgehen stimmt sich die Anklagebehörde derzeit mit der Polizei ab.

Derzeit ist die Identität des Opfers noch unklar. Die Ermittler prüften neben weiteren Spuren auch aktuelle Vermisstenfälle, hieß es. Offen ist auch, wie lange der Körper schon im Elsterbecken lag. Möglicherweise wurde er bereits vor mehreren Tagen in das kalte Wasser geworfen und ist jetzt erst wieder aufgetaucht. Eine weitere offene Frage, die die Beamten klären wollen: Hat der Täter den Torso auch am Fundort abgelegt oder wurde er durch die Strömung bis an die Landauer Brücke gespühlt.

Grausige Entdeckung am frühen Donnerstagabend: Im Uferbereich nahe der Hans-Driesch-Straße ist die Frauenleiche gefunden worden. Nach Informationen von LVZ.de wurde die Tote zuvor verstümmelt, Arme und Beine waren vom Körper abgetrennt.

Entdeckt hatte die Wasserleiche ein Spaziergänger auf der westlichen Seite an der Landauer Brücke in Altlindenau. „Der Torso lag komplett im Wasser“, berichtete Heiko Fischer, Einsatzleiter der für die Bergung zuständigen Freiwilligen Feuerwehr Lützschena-Stahmeln. Die Einsatzkräfte wurden um 18.50 Uhr von der Polizei hinzugezogen. Um 20.24 Uhr begann die Bergung der Leiche. Die Einsatzkräfte ließen dafür mehrere Boote zu Wasser. Die Bergung sei aber wohl auch mit Hilfe von Wathosen möglich gewesen.

Bein im Uferbereich gefunden

Bis zum Abend wurde im Schilf nach weiteren Leichenteilen gesucht. Dabei sei ein Bein gefunden worden, so Fischer. Auch einen Schuh bargen die Einatzkräfte etwa 100 Meter entfernt von der Leiche. Ob dieser von der Toten stammt, ist bislang unklar. Die Suche wurde am Abend gegen 23 Uhr unterbrochen und soll am Freitag fortgesetzt werden.

Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr sperrten den Bereich weiträumig ab. Vor Ort wurden umfangreiche kriminaltechnischen Untersuchungen durchgeführt. Auch die Gerichtsmedizin war im Einsatz. Der Torso wurde gegen 22.30 Uhr abtransportiert. Informationen zum Alter der Frau, zur Identität oder den Todesumständen sind bislang nicht bekannt. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem grausigen Tötungsdelikt aus.

Erinnerungen an Stückelmord-Fall

Der Fund weckt Erinnerungen an den Stückelmord-Fall aus dem Jahr 2011. Der 23-jährige Benjamin H. aus Leipzig tötete damals seinen gleichaltrigen Bekannten Jonathan H., zerstückelte die Leiche und versenkte die Teile im Elsterbecken unweit der Zeppelinbrücke. Der Kopf des Toten ist bis heute verschwunden. Der Mörder war 2013 vom Landgericht Leipzig zu 14 Jahren Haft und einer anschließenden Einweisung in die Psychiatrie verurteilt worden.

Von luc/nöß/mro

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