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Erneut Razzia in Leipzig – Polizei ist mit Großaufgebot bis zum Abend im Einsatz

Erneut Razzia in Leipzig – Polizei ist mit Großaufgebot bis zum Abend im Einsatz

Die Leipziger Polizei hat am Morgen die nächste Großkontrolle gestartet. „Schwerpunkte sind der Kampf gegen Wohnungeinbrüche, Autodiebstähle, Raubüberfälle und Drogenkriminalität“, sagte Polizeisprecher Christian Otto.

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Bei der Razzia im Juni waren mehr als 700 Beamte im Einsatz. In der Folge wurden 51 Strafverfahren eingeleitet.

Quelle: Dirk Knofe

Im gesamten Stadtgebiet seien Beamte im Einsatz.

Nichts zu tun habe der Einsatz mit dem seit Dienstag verschwundenen 12-jährigen Jungen. Von ihm fehle allerdings weiter jede Spur, erklärte der Polizeisprecher.

„Wir haben eine Menge Kräfte vor Ort“, berichtete Otto. Darunter seien auch Beamte der Bereitschaftspolizei und eine Hundestaffel. Konkrete Zahlen wollte er nicht nennen. Es werde offensiv kontrolliert. Ziel sei es Druck gegen „relevante Personen“ aufzubauen, so Otto.

Die Ordnungshüter setzen damit eine im Juni von Landespolizeipräsident Bernd Merbitz angekündigte Strategie um. Nach einer 16-stündigen Razzia vor knapp vier Wochen in Leipzig hatte Merbitz weitere Großkontrollen angekündigt. Ziel sei es, so die Kriminalität in der Stadt zurückzudrängen.

Bei der Razzia im Juni waren mehr als 700 Beamte im Einsatz. In der Folge wurden 51 Strafverfahren eingeleitet. Auch damals konzentrierten sich die Ermittler auf Delikte der indirekten Beschaffungskriminalität. Außerdem kontrollierte die Polizei an bekannten Treffpunkten des Rauschgiftmilieus wie an der Eisenbahnstraße, der Koehlerstraße und in Alt-Lindenau.

In der Zschortauer Straße stießen die Beamten vor einem Monat auf ein illegales Spielcasino. Ein weiterer Schwerpunkt waren Aisamärkte, vor allem wegen des Verdachts der Produktpiraterie. Große Fische, so die Polizei nach dem ersten Einsatz, zogen die Beamten allerdings nicht an Land.

Heute wollen die Ordnungshüter bis in die späten Abendstunden auf Leipzigs Straßen unterwegs sein. Ergebnisse werden laut Polizeisprecher Otto aber nicht vor Freitag verkündet.

Matthias Roth

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