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Drogenkriminalität nimmt laut Polizeistatistik in Sachsen stark zu - Ulbig: „Alarmierender Anstieg"

Drogenkriminalität nimmt laut Polizeistatistik in Sachsen stark zu - Ulbig: „Alarmierender Anstieg"

Sachsens Polizei hat 2011 eine starke Zunahme der Drogenkriminalität registriert. Sie erhöhte sich bezogen auf das Vorjahr um 15 Prozent auf 8096 Fälle. Innenminister Markus Ulbig (CDU) sprach am Dienstag von einem „alarmierenden Anstieg“.

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Großrazzia in Leipzig: Bei der Drogenkriminalität gab es 2011 in Sachsen einen starken Anstieg.

Quelle: Andr Kempner

Die meisten Straftaten erfasste die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge (1636 Fälle). An zweiter Stelle folgt die Polizeidirektion Leipzig mit 1458 Fällen, weit vor Dresden (1054 Fälle). In den vergangenen Monaten hatten die Beamten in der Messestadt mit mehreren Großrazzien den Verfolgungsdruck auf Drogenkriminelle erhöht. Dadurch wurden auch mehr Straftaten erfasst.

Die Region an der deutsch-tschechischen Grenze gilt als Schwerpunkt in diesem Sektor. Die Drogenküchen auf tschechischer Seite würden vor allem von Vietnamesen betrieben, hieß es. Allerdings werden rund 91 Prozent der Rauschgift-Straftaten von Deutschen begangen: Nur 595 von 6636 ermittelten Tatverdächtigen werden in der Statistik als „nichtdeutsch" geführt. Sachsen will nun die grenzübergreifende Kooperation der Polizei im Kampf gegen die Drogen verstärken.

In anderen Bereichen weist die Kriminalstatistik für 2011 geringere Fallzahlen aus. So sank erstmals seit 2007 die Zahl der Autodiebstähle. 3531 Wagen wurden im vergangenen Jahr gestohlen oder zu stehlen versucht, 551 weniger als im Jahr zuvor. An der deutsch-tschechischen Grenze verringerte sich die Zahl der Kfz-Diebstähle von 251 im Jahr 2010 auf 200, an der Grenze zu Polen gab es hingegen ein leichtes Plus - von 295 (2010) auf 306.

Einen starken Anstieg weist die Kriminalstatistik für Diebstahl von Buntmetallen aus. Während 2010 insgesamt 2803 Fälle aufgedeckt wurden, gab es im vergangenen Jahr bereits 4929. Besonders betroffen waren Baustellen, Rohbauten, leerstehende Gebäude und Bahnanlagen.

Insgesamt blieb das Ausmaß der Kriminalität im Jahresvergleich nahezu konstant. Die Statistik für 2011 nennt 293 895 Fälle, 1,1 Prozent mehr als 2010. Innenminister Ulbig griff deshalb auf einen Satz zurück, der schon in den vergangenen Jahren von ihm oder seinen Vorgängern gebetsmühlenartig wiederholt wurde: „Sachsen ist sicher." Rein rechnerisch kamen auf 100 000 Einwohner 7083 Straftaten. Die Aufklärungsquote lag bei 56,9 Prozent und damit geringfügig unter dem Wert des Vorjahres. Der erfasste finanzielle Schaden wurde mit knapp 370 Millionen Euro beziffert, allein 214 Millionen Euro schlagen bei der Wirtschaftskriminalität zu Buche.

dpa/nöß

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