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Dresden: Sächsischer Zoll stellt doppelt so viele Fälschungen wie 2010 sicher

Dresden: Sächsischer Zoll stellt doppelt so viele Fälschungen wie 2010 sicher

Pünktlich zum internationalen Tag des geistigen Eigentums am 26. April hat das Hauptzollamt Dresden eine drastische Zunahme von Marken- und Produktpiraterie festgestellt.

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Das Hauptzollamt Dresden hat 2011 doppelt so viele Produktfälschungen beschlagnahmt wie im Vorjahr (Archivfoto).

Quelle: Wolfgang Zeyen

2011 wurden 2481 gefälschte Waren registriert, fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor, teilte das Amt am Mittwoch mit. Der wirtschaftliche Schaden sei mit rund 9 Millionen Euro sogar drei mal so hoch gewesen wie 2010. Bundesweit blieben die Zahlen dagegen ungefähr auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr, so das Amt. Knapp 24.000 Fälle von gefälschten Waren im Wert von über 80 Millionen Euro registrierte der deutsche Zoll 2011.

Die enorme Zunahme der Fälschungsfälle in Sachsen führt das Hauptzollamt Dresden auf die wachsende Zahl von Interneteinkäufen und den Zuständigkeitsbereich des Amtes zurück. „Wir haben in Radefeld und Leipzig zwei große Frachtzentren, in denen Sendungen aus aller Welt landen“, erläuterte Heike Wilsdorf, Pressesprecherin des Amtes. „Auf der Straße kommt bei uns nur sehr wenig an, weil alle Anrainerstaaten in der EU sind und daher andere rechtliche Bedingungen gelten.“

Bei den sichergestellten Fälschungen handelte es sich vor allem um kostenintensive Technikprodukte wie iPads, iPhones, Satellitenanlagen, Receiver oder hochwertige Uhren. „CDs und DVDs sind kaum dabei, auch die Zahl der gefälschten Bekleidungsstücke ist rückläufig“, so Wilsdorf. Drei Viertel der Mogelpackungen stammen aus Hong Kong und der Volksrepublik China.

Verbrauchern rät der Zoll vor allem bei Interneteinkäufen zu gesundem Misstrauen. „Stutzig werden sollte man vor allem bei markanten Preisunterschieden, vor allem, wenn es sich dann angeblich noch um Originalware des Herstellers handelt“, so Wilsdorf. Die Zoll-Sprecherin empfiehlt, sich mit Hilfe von Suchmaschinen zu informieren, wie hoch der reguläre Marktpreis des gewünschten Produktes liegt, ob der Originalhersteller Warnhinweise gibt oder ob andere Käufer schon schlechte Erfahrungen mit einem bestimmten Anbieter gemacht haben.

Entdeckt der Zoll gefälschte Ware, beschlagnahmt er die Sendung und informiert den Rechteinhaber des Originalprodukts. Dieser entscheidet dann, wie mit dem Fundstück verfahren wird: Soll es vernichtet oder genauer untersucht werden? Er kann zudem Schadenersatz vom Anbieter der Mogelpackung fordern. Beim Endverbraucher kommt die gefälschte Ware in den seltensten Fällen an – das gezahlte Geld ist futsch.

Tanja Tröger

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