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Dienstpistole in Sachsen selten im Einsatz - Aber Gnadenschüsse für Tiere

Dienstpistole in Sachsen selten im Einsatz - Aber Gnadenschüsse für Tiere

Sachsens Ordnungshüter greifen eher selten zur Dienstwaffe - und wenn doch, dann geht es fast immer darum, Tiere von einem Leiden zu erlösen oder bösartige Vierbeiner zur Strecke zu bringen.

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Ein Polizeibeamter übt die offensive Waffenhaltung bei einem fiktiven Angreifer mit einer Axt. Dass im Einsatz wirklich aus einer Polizeiwaffe geschossen wird, kommt nur in Einzelfällen vor.

Quelle: Patrick Pleul/Symbol

Im vergangenen Jahr gab es laut Innenministerium im Freistaat einen einzigen Schusswaffengebrauch direkt gegen einen Menschen.

Nach einem Überfall auf eine Tankstelle in Dresden wurde im Januar 2014 ein mutmaßlicher Räuber von einem Polizisten angeschossen und schwer verletzt. Der damals 33-Jährige hatte die Kassiererin - wie sich später herausstellte - mit einer Schreckschusswaffe bedroht. In drei weiteren Fällen schossen Beamte bei Einsätzen auf Objekte. „Die Klassiker sind das Auto oder die Reifen“, sagte ein Ministeriumssprecher. Zudem wurden dreimal Warnschüsse in die Luft oder den Boden abgefeuert. 

Wenn Schüsse fallen, dann sind es meistens sogenannte Not- oder Gnadenschüsse auf Vierbeiner. So töteten Beamte 2014 in 543 Fällen Tiere, die gefährlich, krank oder verletzt waren. Im Jahr zuvor gab es 487 Vorkommnisse dieser Art. „Meist handelt es sich um Wildschweine und Rehe nach Wildunfällen“, sagte der Ministeriumssprecher.

Sachsens Beamte müssen mindestens einmal im Monat zum Schießtraining. Der Schusswaffengebrauch gegen Menschen ist im Polizeigesetz des Freistaates geregelt und nur zulässig, wenn Gefahr und Bedrohung für das Leben anderweitig nicht abgewendet werden kann, auch nicht mit körperlicher Gewalt oder Schlagstöcken. „Dienstwaffen sitzen nicht locker“, betonte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Hagen Husgen. Die Beamten seien vernünftig geschult. „Die Waffe ist das letzte Mittel, um das eigene oder das Leben Anderer zu schützen.“

In den meisten Ernstfällen seien gezielte Schüsse kaum möglich, sagte der Ministeriumssprecher. „Wenn jemand mit einem Messer oder einer anderen Waffe auf einen einstürmt, hat man wenig Zeit zu zielen.“ Dann biete der Oberkörper die beste Trefferfläche.

dpa

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