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Bekennerschreiben nach Brandanschlag auf Bundeswehr-Lkw aufgetaucht

Staatsschutz ermittelt Bekennerschreiben nach Brandanschlag auf Bundeswehr-Lkw aufgetaucht

Nach dem Brandanschlag auf fünf Fahrschul-Lastwagen und einen Anhänger der Bundeswehr in Leipzig ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Der Staatsschutz ermittelt.

Quelle: dpa

Leipzig. Nach dem Brandanschlag auf fünf Lastwagen und einen Anhänger der Bundeswehr in Leipzig ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. „Wir gehen von einem politischen Hintergrund aus und nehmen die Sache ernst“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Deshalb sei auch von Beginn an der Staatsschutz eingeschaltet worden. Das Schreiben wurde am Dienstagabend auf der Internetplattform „indymedia.org“ veröffentlicht.

Bei einem Brandanschlag auf Fahrzeuge der Bundeswehr sind in Leipzig fünf Fahrschul-Lastwagen und ein Anhänger vollständig zerstört worden. Zudem gingen auf dem Werkstattgelände in der Nacht zum Dienstag drei zivile Fahrzeuge in Flammen auf, wie ein Polizeisprecher sagte.

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"Wir haben einen Teil zur Abrüstung deutscher Großmachtträume beigetragen und in Leipzig mehrere Fahrzeuge der Bundeswehr abgefackelt", schreiben die anonymen Verfasser, die sich als "Autonome Gruppe Joachim Gauck und Ursula von der Leyen" bezeichnen. "Was hier kaputt gemacht wird kann woanders keine Menschenleben zerstören", heißt es weiter. Dazu wird auf Militäreinsätze der Bundeswehr unter anderem in Afghanistan, die Unterstützung Saudi-Arabiens sowie "(Neo-)Nazis in Uniform" verwiesen. Auch der Hersteller MAN sollte als als "Vertragswerkstatt der Bundeswehr" und "Kriegsprofiteur" laut den Bekennern gezielt getroffen werden.

Parallelen zu früheren Anschlägen

Die in der Nacht zum Dienstag im Stadtteil Lützschena angezündeten Fahrzeuge waren allesamt Fahrschul-Lkw. Insgesamt standen auf dem Gelände einer Werkstatt nahe der Autobahn 14 acht Lkw in Flammen. Die Höhe des Schadens liegt im sechsstelligen Bereich. Bei dem Anschlag gebe es Parallelen zu zwei früheren Brandanschlägen auf Autos des Ordnungsamtes in Leutzsch sowie des Hauptzollamtes in Eutritzsch, erklärte die Polizei in Leipzig. Auch in diesen zwei Fällen hatten sich damals Linksautonome auf der Internetseite zu den Bränden bekannt.

Der Leipziger Anschlag erinnert auch an eine Attacke gegen die Bundeswehr vor sieben Jahren in Dresden. Mitte April 2009 hatten Unbekannte einen Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge auf dem Gelände einer Offiziersschule am Rand der Dresdner Heide verübt. Damals fackelten 30 Laster und Busse ab, der Sachschaden ging in die Millionen. Auch der Hangar, in dem ein Teil der Fahrzeuge geparkt war, wurde zerstört.

Die Polizei gründete damals eine Sonderkommission (Soko). Doch alle Ermittlungen verliefen im Sande. Zwar gab es damals ein Bekennerschreiben einer „Initiative für ein neues blaues Wunder“, in dem die Gruppe forderte, dass „keine weiteren Militärrituale vor der Semperoper“ stattfinden dürfen. Doch auch dieses Schreiben brachte die Polizei nicht weiter, die Soko wurde schließlich aufgelöst.

nöß/C.S.

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