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Anschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft in Pirna

Brandanschlag Anschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft in Pirna

Abermals gab es im Freistaat einen Anschlag auf eine Asylbewerberunterkunft. Dieses Mal traf es eine Einrichtung in Pirna. In der Nacht zum Montag wurde ein Brandsatz gegen das ehemalige Landratsamt an der Zehistaer Straße in Pirna geworfen.

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Quelle: dpa

Pirna. Abermals gab es im Freistaat einen Anschlag auf eine Asylbewerberunterkunft. Dieses Mal traf es eine Einrichtung in Pirna. In der Nacht zum Montag wurde ein Brandsatz gegen das ehemalige Landratsamt an der Zehistaer Straße in Pirna geworfen, teilte das Operative Abwehrzentrum (OAZ) in Leipzig gestern mit. Der Molotow-Coctail sei an der Hauswand zerborsten. Die brennende Flüssigkeit ergoss sich an der Fassade. „Durch Mitarbeiter des Wachdienstes wurde der Vorfall bemerkt und das Feuer konnte umgehend gelöscht werden“, informierte die auf die Ermittlung extremistischer Straftaten spezialisierte Polizeieinheit.

Am Objekt kam es zu Sachschaden. Die genaue Höhe ist noch nicht bekannt. Personen wurden nicht verletzt. Das als Notunterkunft in den vergangenen Wochen hergerichtete Haus A des früheren Landratsamtes war noch nicht bewohnt. Die ersten Flüchtlinge sollten gestern einziehen. Für bis zu 250 Bewohner ist das Gebäude konzipiert. Das Operative Abwehrzentrum ermittelt wegen Brandstiftung. Es geht von einer fremdenfeindlich motivierten Tat aus. Die Kreisverwaltung hat Strafanzeige gestellt.

Der Brandanschlag war nicht der erste Vorfall im Vorfeld der Inbetriebnahme der Asylbewerbereinrichtung durch das Landratsamt Pirna. Wie das OAZ berichtete, haben Unbekannte bereits in der vergangenen Woche – und zwar am 9. und 10. Dezember – Pyrotechnik vor dem Objekt gezündet. Durch die Böller ist es aber zu keinem Sachschaden gekommen. Außerdem wurde am Zaun um das Objekt ein Aufkleber mit der Aufschrift „Refugees not welcome“ („Flüchtlinge sind nicht willkommen“) angebracht.

Zurzeit sind im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 2218 Asylbewerber untergebracht (Stand: 7. Dezember). Unter ihnen sind 1500 Männer, 245 Frauen und 473 Kinder. Rund 250 Personen stammen aus Afghanistan, zirka 700 aus Syrien, etwa 150 Personen aus Pakistan und an die 130 aus dem Irak. Die Kreisverwaltung versucht weiter die Asylbewerber dezentral in Wohnungen oder in geeigneten zentralen Objekten unterzubringen. Aufgrund der weiter anhaltend hohen Zuweisungszahlen schafft es die Verwaltung derzeit nicht, im erforderlichen Maße Unterbringungsplätze in regulären Unterkünften ans Netz zu bringen. Vorrangig versucht das Landratsamt Unterbringungsmöglichkeiten wie im einstigen Landratsamt in Betrieb zu nehmen. Reichen diese Kapazitäten nicht aus, müssen die fehlenden Plätze in Schulturnhallen geschaffen werden.

Zur Überführung der Brandstifter am ehemaligen Landratsamt in Pirna sucht die Polizei Zeugen. Wer in dem Bereich verdächtige Personen oder Fahrzeugbewegungen wahrgenommen hat oder sonstige sachdienliche Hinweise zur schnellen Identifizierung der Täter geben kann, soll sich bei der Polizeidirektion Dresden (Tel.: 0351/4832233) oder jeder anderen Polizeidienststelle melden.

Silvio Kuhnert

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