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Anschlag auf Büro der Linkspartei in Freital

Angriff Anschlag auf Büro der Linkspartei in Freital

Freital. Es ist zum zweiten Mal passiert. Wieder war die Partei Die Linke in Freital Ziel eines Anschlags. Unbekannte haben in der Nacht zum Montag gegen 23 Uhr mit Feuerwerkskörpern das Bürgerbüro der Partei an der Dresdner Straße beschädigt.

Quelle: dpa

Freital. Freital. Es ist zum zweiten Mal passiert. Wieder war die Partei Die Linke in Freital Ziel eines Anschlags. Unbekannte haben in der Nacht zum Montag gegen 23 Uhr mit Feuerwerkskörpern das Bürgerbüro der Partei an der Dresdner Straße beschädigt. Die Täter zündeten Knaller oder ähnliche Pyro-Artikel am großen Fenster des Büros. Durch die Wucht der Detonation wurde das Fenster zerstört. Außerdem wurden der Fensterrahmen und die Außenmauern in Mitleidenschaft gezogen. Es gab aber keine Verletzten, denn das Büro war zum Zeitpunkt des Anschlags leer. Den Sachschaden schätzt Linke-Stadtrat Michael Richter auf rund 2000 Euro.

„Ich möchte dazu nichts sagen, ich will einfach nur schlafen“, sagte Richter gestern nach der schlaflosen Nacht vom Sonntag zum Montag. Er hatte gestern alle Hände voll zu tun mit der Schadensaufnahme und damit, das Büro notdürftig wieder instand zu setzen. Das zersplitterte Glas wurde beseitigt und die Fensteröffnung mit Holzplatten vernagelt. Richter geht davon aus, dass die Mitarbeiter in dem Bürgerbüro, das von der Landtagsabgeordneten Verena Meiwald betrieben wird, wenigstens 14 Tage lang mit dieser Situation klarkommen müssen.
Aufgeben kommt nicht infrage. Natürlich bleibt das Büro offen, versicherte gestern Jörg Kühnast, der Vorsitzende des Stadtverbands der Linken in Freital. „Wir lassen uns durch solche terroristischen Anschläge weder einschüchtern noch vertreiben“, sagte Kühnast.

Auch Antje Feiks, Landesgeschäftsführerin der Linken im Freistaat, unterstützt diesen Kurs der Freitaler. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge „scheint besonders betroffen zu sein von Angriffen, die oftmals in zeitlicher und örtlicher Nähe zu Auseinandersetzungen im Rahmen der Flüchtlingsdebatte stattfinden“, stellte sie fest.
Den Ernst der Lage spiegelt auch die Polizeiarbeit nach diesem Anschlag wider. Das Operative Abwehr Zentrum (OAZ) der sächsischen Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Diese Einheit wird immer dann aktiv, wenn bei Straftaten davon ausgegangen werden muss, dass ein politischer Hintergrund das Tatmotiv war. „Es wird intensiv in alle Richtungen ermittelt, wobei eine politische Motivation nicht auszuschließen ist“, erklärte OAZ-Sprecherin Kathleen Doetsch.

Parallel dazu befassen sich die Ermittler mit einem zweiten Fall aus Freital, der nur wenige Stunden älter ist als der Anschlag auf das Parteibüro. Bereits in der Nacht zum Sonntag, gegen Mitternacht, zündeten Unbekannte Feuerwerkskörper an einer Flüchtlingsunterkunft an der Bahnhofstraße. Auch dort wurde das Fenster zerstört, aber niemand verletzt.

Bereits Ende Juli stand Michael Richter unfreiwillig im Mittelpunkt, weil Unbekannte die Scheiben seines Autos eingeschlagen und in dem VW einen Knaller gezündet hatten. Der Gebrauchtwagen wurde damals komplett zerstört, auch in diesem Fall hatte das OAZ die Ermittlungen übernommen. Die Täter sind noch nicht bekannt.

Die Fahnder hoffen, dass Zeugen jetzt helfen können, die zwei neuen Anschläge aufzuklären. Hinweise zu den Tätern, die die Knaller am Wochenende platziert haben, nimmt die Polizei unter Ruf 0351/483 2233 entgegen.

Christoph Springer

Freital 51.000867 13.651241
Freital
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