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Anschlag auf Asylunterkunft in Crimmitschau - 32-Jähriger räumt Tat ein

Vor Gericht Anschlag auf Asylunterkunft in Crimmitschau - 32-Jähriger räumt Tat ein

Nach dem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Crimmitschau (Landkreis Zwickau) hat einer der drei mutmaßlichen Täter die Tat eingeräumt. Laut Anklage sollen Verdächtigen in der Nacht vom 11. November 2015 drei Molotow-Cocktails gegen die Fassade der Asylunterkunft geworfen haben.

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Die drei Männer stehen wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung vor Gericht.

Quelle: dpa

Zwickau. Nach dem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Crimmitschau (Landkreis Zwickau) hat einer der drei mutmaßlichen Täter die Tat eingeräumt. Zum Prozessauftakt am Montag sagte der 32-Jährige vor dem Landgericht Zwickau, er habe an dem betreffenden Abend mit den beiden anderen Angeklagten in seiner Wohnung gemeinsam etwas getrunken. Die Wohnung befindet sich demnach direkt gegenüber der Asylunterkunft. Dabei habe der älteste Täter gleich zu Beginn angekündigt, „das Ding wird heute Abend brennen.“

Laut Anklageschrift sollen die Männer in der Nacht vom 11. auf den 12. November 2015 drei Molotow-Cocktails gegen die Fassade eines Wohnhauses geworfen haben. Dabei sollen sie erheblich alkoholisiert gewesen sein. Sie stehen deshalb wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung vor Gericht. Zum Zeitpunkt des Anschlags schliefen 39 Asylbewerber in dem Gebäude, die Hälfte davon Kinder. Verletzt wurde niemand, weil die Brandsätze von selbst erloschen oder ihr Ziel verfehlten.

Die Angeklagten hätten aufgrund ihrer ausländerfeindlichen Gesinnung „ein Exempel statuieren wollen“, sagte der Staatsanwalt in seiner Anklage. Menschliche Opfer in Folge eines unkontrollierbaren Brandes hätten sie dabei bewusst in Kauf genommen.

Während der 32-Jährige vor dem Schwurgericht mehr als zwei Stunden lang Angaben zum Tatgeschehen machte, schwiegen die beiden 35-jährigen Angeklagten zum Verhandlungsauftakt. Der jüngste Angeklagte beschuldigte seine Bekannten schwer. Mit Blick auf die eigene Tatbeteiligung verstrickte sich der Vater zweier Kinder jedoch mehrfach in Widersprüche. Zudem machte er bei Nachfragen zu Details immer wieder Erinnerungslücken geltend.

Die Verhandlung wird am kommenden Montag fortgesetzt. Insgesamt sind bis Mitte Mai sieben weitere Termine vorgesehen. 

dpa

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