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100 teils vermummte Personen attackieren Polizei und Bundesverwaltungsgericht in Leipzig

100 teils vermummte Personen attackieren Polizei und Bundesverwaltungsgericht in Leipzig

Verletzte Polizisten, kaputte Scheiben, zerstörte Autos, brennende Reifen: In der Nacht zum Samstag haben 100 teils vermummte Personen die Polizei in der Leipziger Innenstadt in Atem gehalten.

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Ein Fahrzeug der Kriminaltechnik steht vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Vermummte haben unter anderem das Bundesverwaltungsgericht und das US-Konsulat in Leipzig angegriffen.

Quelle: dpa

Wie Polizei-Sprecherin Maria Braunsdorf erklärte, hatte die Gruppe gegen 22.20 Uhr am Pavillon im Johannapark eine Barrikade aus Reifen in Brand gesetzt und war von dort aus weiter in die Karl-Tauchnitz-Straße gezogen. Auf dem Weg dorthin wurde auch Pyrotechnik gezündet und randaliert.

In einer abschließenden Mitteilung vom Samstagmorgen hieß es seitens der Polizei, es seien auch Molotowcocktails sowie Pflastersteine geworfen wurden. Die Täter hätten Krähenfüße gestreut, wodurch mindestens zwei Fahrzeuge beschädigt worden sein. Bei einem passierenden Reisebus hätten Angreifer die Frontscheibe zerstört. Überdies wurde die Haltestelle am Neuen Rathaus zerstört. Die Randalierer beschmierten Fassaden und Gehwege. Am medizinischen Versorgungszentrum gingen Fensterscheiben zu Bruch.

Zwischen Bundesverwaltungsgericht und dem US-Konsulat konnten die Beamten die Randalierer stoppen. Ein Großteil der Täter flüchtete, eine Person wurde festgenommen. Allerdings hatte die Gruppe laut Braunsdorf zu diesem Zeitpunkt schon eine Fensterfront des Gerichts an der Seite zum Simsonplatz mit Steinen zerstört. Aufgrund des Stadtfestes im Zentrum seien die Einsatzkräfte schnell vor Ort gewesen. Die Aktion dauerte etwa zehn Minuten. Drei Fahrzeuge wurden so stark beschädigt, dass sie nicht mehr einsatzbereit waren.

Die Kreuzung zwischen Karl-Tauchnitz-Straße und Harkortstraße blieb bis 2 Uhr nachts gesperrt. Noch am Samstagmorgen war die Spurensicherung vor Ort an der Arbeit. Die Beamten ermitteln nun wegen besonders schwerem Landfriedensbruch. Zur Schadenshöhe liegen noch keine Angaben vor.

In der Pressemitteilung der Polizei wurde über einen Zusammenhang mit dem an diesem Wochenende im bayrischen Elmau stattfindenden G7-Gipfel gemutmaßt: Es sei nicht auszuschließen, dass diese Aktion auch eine Resonanzreaktion auf die hohen Sicherheitsvorkehrungen des G7-Treffens sein kann.

Albrecht Pallas, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, verurteilte den Anschlag am Samstag. „Ich bin tief erschüttert“, so der Landtagsabgeordnete aus Dresden. „Diese Tat steht für mich in einer Linie mit den Angriffen auf den Polizeiposten in Connewitz.“ Pallas sprach davon, dass sich in Leipzig eine militante Gruppe etabliert habe, die den Staat nicht nur ablehnt sondern mit gut organisierten Aktionen in schneller Abfolge angreift. „Das hat nichts mit einer kritischen Haltung gegenüber der aktuellen Politik oder bestimmten politischen Meinungen zu tun.“

agri/joka

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